Zweiter

Vodafone rüstet GSM-Netz mit EDGE auf

UMTS-Netz erreicht inzwischen 80 Prozent der Bevölkerung

Wie von teltarif.de bereits vermutet, rüstet nach T-Mobile auch Vodafone sein GSM-Netz mit der EDGE-Technologie auf. Damit will Deutschlands zweitgrößter Mobilfunk-Netzbetreiber auch außerhalb der mit dem UMTS-Netz versorgten Regionen Datenverbindungen mit größeren Geschwindigkeiten ermöglichen. Der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber kündigt an, dass über EDGE - zumindest theoretisch - bis zu 236,8 kBit/s im Downstream erreicht werden, während GPRS auf 59,2 kBit/s beschränkt ist.

EGDE erreicht somit mehrfache ISDN-Geschwindigkeit, die sich vor allem bei Downloads positiv bemerkbar macht. Beim Surfen fallen dagegen zum Teil recht hohe Ping-Zeiten negativ ins Gewicht. Wie ein Test der teltarif.de-Redaktion im T-Mobile-Netz zeigte, kann man außerdem keine konstanten Übertragungsraten erwarten, so dass EDGE beispielsweise für die Nutzung von Streams ungeeignet ist.

Vodafone ersetzt veraltete Basisstationen

Deutschlands zweitgrößter Mobilfunk-Netzbetreiber ersetzt bundesweit veraltete GSM-Basisstationen durch neue, die auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Dabei wird nicht nur die Einführung der EDGE-Technologie, die von älterer Technik zum Teil noch nicht unterstützt wird, begünstigt, sondern auch der Strombedarf an den einzelnen Sendeanlagen deutlich reduziert. Pro Jahr will Vodafone so insgesamt den Jahresbedarf an Elektrizität von 10 000 Drei-Personen-Haushalten einsparen.

Bislang sind mobile Breitband-Dienste bei Vodafone nach Angaben des Netzbetreibers bereits in mehr als 2 000 Städten und Gemeinden verfügbar. Rund 80 Prozent der Bevölkerung werden mit UMTS versorgt. In weiteren Teilen des UMTS-Netzes steht auch HSDPA mit bis zu 1,8 MBit/s schon zur Verfügung. In allen Ballungsgebieten wurde die Performance bereits auf 3,6 MBit/s erweitert. Bis Mitte 2007 soll diese Bandbreite im gesamten 3G-Netz zur Verfügung stehen.