kurzer Test

T-Mobile will den Mega-Trend nicht verpassen

Neuer Community-Tarif, neue web'n'walk-Angebote, Push-E-Mail für alle
Von Björn Brodersen
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Der Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile setzt auf neue Geräte und neue Dienste, um den Kunden das mobile Internet schmackhafter zu machen. Zwar verzeichnet der nach Kundenzahl größte deutsche Mobilfunkanbieter inzwischen auf dem Heimatmarkt sowie sieben weiteren europäischen Ländern über 1,4 Millionen Nutzer des Mobilportal-unabhängigen Internetzugangs web'n'walk. Doch die Bonner machen sich Gedanken, wie sie den kommenden "Mega-Trend mobiles Internet" - so heute der neue T-Mobile-Chef Hamid Akhavan auf dem 3GSM World Congress in Barcelona bei einem kurzen Ausblick auf das noch junge Jahr - nicht verpassen. Während die Sprachdienste weiter Umsatzbringer Nummer eins bleiben, erwartet Akhavan aber deutlich höhere Umsätze bei den mobilen Datendiensten als bisher. Er stellte zugleich noch für dieses Jahr neue Preispakete für web'n'walk sowie einen Push-E-Mail-Dienst für private Nutzer in Aussicht.

Datenblätter

Bis zum Ende 2010 rechnen Experten mit einem Anstieg der Mobilfunknutzerzahl von derzeit 2,7 Milliarden auf knapp vier Milliarden, im gleichen Zeitraum soll die Zahl der Mobiltelefone mit richtigem Webbrowser von über 220 Millionen auf 814 Millionen klettern. Bei T-Mobile unterstützen laut Akhavan inzwischen 60 Prozent der angebotenen Handys den mobilen Internetzugang.

Entsprechende Terminals sind aber nur ein Teil der Strategie der Telekom-Tochter, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Dazu sollen die Geräte bald auch schon eine spezielle Bedienoberfläche aufweisen, die das so genannte Personal Social Networking - ein weiterer Trend, den Akhavan ausgemacht hat - ermöglichen. Erwarten dürfen die Kunden hierfür zum Beispiel nach der CeBIT einen "Community-Tarif", mit dem sie zu fünf festgelegten Freunden oder Bekannten zu speziellen Preisen kommunizieren können. Nähere Einzelheiten mochte der T-Mobile-Chef aber gegenüber teltarif.de noch nicht verraten.

Hoffnungsträger: Blackberry 8800 und T-Mobile Ameo

Zu den neuen Hoffnungsträgern der Bonner im Handset-Bereich gehören neben dem jetzt schon bestellbaren und ab März verfügbaren Blackberry 8800 auch der von HTC hergestellte PDA Ameo. Kosten soll das Gerät zusammen mit einem Relax-100-Vertrag 500 Euro. Wie bereits berichtet weist das Windows-Mobile-5.0-Gerät einen 624-MHz-Prozessor von Intel, ein TFT-Touchscreen mit 640 mal 480 Pixel und 65 536 Farben, eine abnehmbare Tastatur, 8 GB nutzbaren internen Speicher (erweiterbar per miniSD-Karte), einen Opera-Browser sowie die Datenübertragungs-Schnittstellen WLAN, USB 1.1, Bluetooth und Infrarot auf.

An Multimedia-Funktionen stehen eine 3-Megapixel-Kamera mit Videofunktion sowie ein Musikplayer bereit. Neben GSM/GPRS- sowie EDGE- bietet das Quadband-Handy auch UMTS- und HSDPA-Unterstützung. Die Standby-Zeit des 355 Gramm schweren Mini-PCs soll bis zu 400 Stunden betragen, die Sprechzeit bis zu 360 Minuten.

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