Zusammenarbeit

debitel-Shops heißen künftig _dug

Zerschlagung von debitel offenbar vom Tisch
Von Thorsten Neuhetzki /
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debitel und _dug telecom haben heute die gesellschaftsrechtliche Zusammenarbeit vereinbart. Diese Zusammenarbeit soll der Verstärkung der Vertriebskraft im Telekommunikationsmarkt dienen. Unter der Marke _dug werden im neuen Geschäftsbereich Retail, also dem Handel, innerhalb der debitel AG die bisher getrennten Aktivitäten zusammengeführt. Durch den Zusammenschluss verfügt das gemeinsame Unternehmen bundesweit unter der Marke _dug über ein flächendeckendes Netz von über 360 eigenen Shops. Bis Ende 2007 sind rund 550 Shops geplant.

Bis Ende 2007 sollen alle debitel-Shops auf das _dug-Design umgestellt sein. Die Tarifprodukte werden weiterhin unter dem Namen debitel vermarktet. _dug bringt rund 1100 Mitarbeiter in die Partnerschaft ein, das gemeinsame Unternehmen beschäftigt damit etwa 2300 Mitarbeiter.

Neben dem Ausbau des eigenen Shopnetzes sollen die bestehenden Partnerschaften von _dug mit Netzbetreibern und Endgeräteherstellern sowie von debitel mit den großen Vertriebspartnern intensiviert werden. Der Zusammenschluss steht unter dem Vorbehalt der üblichen Prüfungen und Zustimmungen, etwa der kartellrechtlichen Genehmigung.

_dug darf weiter Netzbetreiber und mobilcom verkaufen

Im Rahmen der Fusion zwischen debitel und _dug möchte das 1993 als "Dittrich und Grella GbR" gegründete Vertriebsunternehmen, der "Douglas der Handywelt" werden, betont Lars Dittrich, der als Chef der Abteilung "Retail" in einem später erweiterten debitel-Vorstand aufrücken möchte. Obwohl die dug als Tochter-Gesellschaft in die debitel AG eingegliedert wird, ist sie mit einem nicht näher bezeichneten Aktienteil zusammen mit der Permira an der Muttergesellschaft beteiligt. _dug behält sogar das Privileg, auch künftig nicht nur Produkte der Original-Netzbetreiber sondern sogar des Service-Providers mobilcom anzubieten und zu betreuen.

Dem in der Branche seit langem vermuteten Jumbo-Provider, dem neben debitel auch mobilcom, Talkline oder Drillisch angehören könnten, erteilte Axel Rückert, CEO von debitel, eine Absage. "Wir haben ein intelligenteres Konzept gewählt" und Joachim Preissig, Finanzchef der debitel, stellt unmissverständlich klar: "Eine Zerschlagung der debitel ist damit gegenstandlos."

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