Markt

debitel-light geht wohl an Blau

Verhandlungen der beiden Anbieter sollen vor dem Abschluss stehen
Von dpa / Björn Brodersen
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Der Serviceprovider debitel steht nach Angaben aus Branchenkreisen vor dem Verkauf seiner Billigmarke debitel-light. Die Verhandlungen mit dem Wettbewerber Blau über einen Verkauf der Gesellschaft stünden vor dem Abschluss, erfuhr dpa-AFX heute aus Unternehmenskreisen. Im Gegenzug soll das Stuttgarter Unternehmen einen Anteil an Blau erhalten. Firmen-Sprecher lehnten einen Kommentar dazu ab.

debitel hatte seine Zweitmarke im vergangenen Jahr auf den Markt gebracht, um vom Trend nach günstigen Handy-Angeboten zu profitieren. Anbieter wie Blau und simyo vertreiben Handy-Anschlüsse ohne Mobiltelefone über das Internet. Die Minutenpreise liegen zum Teil deutlich unter denen der etablierten Netzbetreiber. debitel-light nutzt für seinen Dienst das Mobilfunknetz von E-Plus, die dem Verkauf zustimmen müssen, hieß es. Laut frühen Angaben hat die debitel-Tochter über 150 000 Kunden.

debitel habe die Kosten bei der Tochter allerdings nicht in den Griff bekommen, da wichtige Vertriebspartner auf einen Verkauf von debitel-light in ihren Märkten bestanden hätten. Damit sei die Kundengewinnung bei debitel-light deutlich teurer geworden als geplant, hieß es.

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