Steuerung

Fernsteuerbare Anrufweiterschaltung für alle

Einwahl erfolgt nun über bundesweit einheitliche Rufnummer
Kommentare (588)
AAA
Teilen (4)

Lange bot die Telekom-Festnetzsparte T-Com die fernsteuerbare Anrufweiterschaltung für interessierte Kunden gegen einen monatlichen Aufpreis von zuletzt 1,03 Euro im Monat an. Über eine "geheime" Zugangsnummer im Ortsnetz des jeweiligen Anschlusses konnte der Kunde aus der Ferne seinen T-Com-Anschluss fernsteuern. Es war möglich, Anrufe im Besetzfall, nach einer festen Wartezeit oder auch sofort auf die T-Net-Box oder einen beliebigen anderen Anschluss umleiten. Dabei konnte das Routing auch über Call-by-Call-Sparvorwahlen erfolgen.

Da T-Com ihre Produktpalette straffen wollte, wurde die fernsteuerbare Anrufweiterschaltung im vergangenen Jahr eingestellt. Lediglich Bestandskunden konnten das Leistungsmerkmal behalten, so lange sie keine Veränderungen an ihrem Anschluss veranlasst hatten. Diesen Kunden hat die T-Com nun das Feature zum 27. November formal gekündigt.

Als Alternative bietet das Unternehmen ab sofort unter der kostenlosen Einwahlnummer 0800-3309798 eine fernsteuerbare Anrufweiterschaltung für Jedermann an. Für die Nutzung ist keine gesonderte Anmeldung oder Beauftragung mehr notwendig. Man wählt erstmalig von dem Anschluss bzw. der Rufnummer, die man fernsteuern möchte, die 0800-3309798 und wird bei den "Sprach- und Musikdiensten der T-Com" begrüßt. Dann kann mit der "1" die fernsteuerbare Anrufweiterschaltung ausgewählt werden.

Zur Nutzung ist PIN erforderlich

Zur Nutzung der fernsteuerbaren Anrufweiterschaltung ist eine PIN erforderlich, die man gegebebenfalls unter der kostenlosen Einwahlnummer der T-Net-Box, 0800-3302424, einrichten kann. Als Neuheit kann nun auch die Zeitdauer, bis die verzögerte Rufumleitung greifen soll, vom Kunden verändert werden. Dabei kann die Verzögerung zwischen fünf und 60 Sekunden betragen. Anwender berichten allerdings, dass Zeiten unter 20 Sekunden vom System offenbar ignoriert werden. Wichtig ist es auch, alle Menüschritte zu bestätigen, bis das System den Vorgang für erledigt erklärt hat und eine neue Auswahl verlangt.

Wer ein SMS-fähiges Telefon hat, sollte bei der Wahl der Wartezeit bedenken, dass sein Telefon erst nach einem bis zwei Rufzeichen zu klingeln beginnt, weil das Telefon erst einmal prüfen muss, ob eine SMS und/oder eine Rufnummer des Anrufers übertragen wird. Da waren die bisher festgelegten 15 Sekunden Weiterleitungszeit viel zu kurz.

Einschalten neuer Umleitung hebt alte Einstellungen auf

Während es bisher möglich war, die Umleitungen nach Verzögerung und bei Besetzt parallel zu aktivieren, ist das bei der neuen fernsteuerbaren Version nicht möglich. Im Gegenteil: Das Einschalten einer weiteren Umleitung (z.B. bei Besetzt) hebt die vorherige Schaltung (z.B. nach Verzögerung) wieder auf. Ein Lösung ist es, am eigenen Anschluss mit dem Steuercode *67*08003302424# die Umleitung bei Besetzt zur T-Net-Box zu initialisieren und dann über die Fernsteuerung die Umleitung mit längerer Verzögerung zu schalten. Dann meldet sich die T-Net-Box nach bis zu 60 Sekunden und bei besetzt, wie Tests der Redaktion ergaben.

Erfolgreich über die Fernsteuerung eingerichtete Umleitungen werden per SMS im Festnetz bestätigt. Kann das eigene Telefon keine SMS-Nachrichten auswerten, so erfolgt eine automatische Ansage mit Computer-Stimme. Für Reisende, die ihren Anschluss aus dem Ausland fernsteuern wollen, besteht derzeit noch keine direkte Möglichkeit, um die neue Fernsteuerung zu erreichen, da 0800-Nummern aus dem Ausland nicht erreichbar sind und die dahinterliegende "normale" Festnetzrufnummer noch nicht bekannt ist.

Eine ausführliche Bedienungsanleitung, so die Auskunft der speziell dafür eingerichteten Hotline unter der Nummer 0800-3302677, soll bis Ende November auf der T-Com-Homepage zur Verfügung stehen.

Teilen (4)