Sport, Musik und mehr

Wer wird Fitness-Champ unter den Handys?

Nokia 5500 versus Sony Ericsson W710i
Von Lutz Herkner

Sowohl Nokia als auch Sony Ericsson bieten seit diesem Sommer neuen Outdoor-Handys, die speziell auf Jogger und Walker zugeschnitten sind: Der eingebaute Schrittzähler misst die Lauffrequenz, die passende Software sorgt für die Auswertung. Doch welches Fitness-Handy ist nun das bessere? Das Nokia 5500 oder das Sony Ericsson W710i? teltarif.de hat die beiden Sportler aufs Laufband, in den Regen sowie ins Tiefkühlfach gesteckt, um zu sehen, wie sie sich in der Praxis schlagen.

Erster Eindruck

Datenblätter

Nokia 5500 Doch zunächst zu den allgemeinen Handy-Funktionen. Das klassische "Candybar"-Format des Nokia 5500 wird lediglich durch eine leichte Taillierung etwas unterhalb des Rumpf-Äquators durchbrochen. Das Design reiht sich nahtlos ein in die Serie der Outdoor-Finnen: Das Akkufach ist mit einem Schraubverschluss verriegelt, die Anschlüsse auf der Unterseite deckt eine Gummilippe ab und die Tastatur besteht aus einer durchgehenden Kunststofffolie. Auch sämtliche seitliche Buttons liegen unter der Plastikleiste, die das Gehäuse einmal umrundet. Lediglich der Lautsprecher sowie die Öffnung für die "Taschenlampe" (zwei weiße LEDs) machen den Eindruck, als ob hier Wasser eindringen könne – zumal beide auch noch ausgerechnet auf der Oberkante des Gerätes sitzen, also genau dort, wo Regen auftrifft, wenn man das 5500 an der Hüfte trägt. Diese Stellen werden wir später im Outdoor-Test besonders aufmerksam untersuchen.

Auch das Sony Ericsson W710i scheint auf den ersten Blick sehr solide zu sein – wenngleich die Plastik-Optik des Gehäuses nicht gerade einen ausgesprochen hochwertigen Eindruck vermittelt. Vier unter einer Gummischicht neben dem Außendisplay des Klappmodells befindliche Tasten übernehmen die Bedienung bei geschlossener Abdeckung. Die beiden Buttons zur Lautstärkeregulierung und zum Start der Kamera in der linken Flanke weisen jedoch äußerlich keine speziellen Outdoor-Vorkehrungen auf: Hier wird unser besonderer Augenmerk bei der schwedisch-japanischen Koproduktion liegen. Klappt man das W710i auf, kommt ein ganz normales Handy zum Vorschein. Auch hier lässt der Plastik-Knirps einen besonderen Nässeschutz vermissen. Da der Proband aber beispielsweise zum Telefonieren geöffnet und damit dem Regen ausgesetzt werden muss, wird auch das Innenleben unserem Outdoor-Test ausgesetzt werden.

Ausstattung

Sony Ericsson W710i In puncto Funktionsvielfalt liegen die beiden Kandidaten nahezu gleichauf: Beide verfügen über eine 2-Megapixel-Kamera, Musik-Player, UKW-Radio und Bluetooth, beide lassen UMTS-Unterstützung vermissen. Dafür beherrscht das Nokia Push-to-Talk (PTT), das Sony Ericsson Quadband. Und beide Geräte können mit Speicherkarten aufgerüstet werden, beide Slots sind nicht von außen zugänglich. Allerdings verbirgt sich der Einschub beim W710i lediglich hinter dem leicht abnehmbaren Akkudeckel, während der Zugriff beim 5500 nicht nur durch den Schraubverschluss der Rückseite, sondern auch durch den Akku selbst verhindert wird. Im Gegenzug kann die Software des Nokia (microSD) Karten mit bis zu 2 GB verdauen, während beim Sony Ericsson (Memory Stick Micro) bei einer Kapazität von 1 GB Schluss ist. Beide Hersteller legen jeweils einen Chip mit 64 MB bei.

Selbst die TFT-Displays ähneln sich: Beim Nokia verteilen sich 208 mal 208 Pixel auf 29 mal 29 Millimeter, beim Sony Ericsson sind es 176 mal 220 Pixel auf 30 mal 37 Millimeter, jeweils mit 262 144 Farben. Einen Riesenvorteil kann jedoch das 5500 in die Wagschale werfen: Auch wenn es nicht den Anschein macht, so handelt es sich dennoch um ein Modell der "Serie 60", also jener Plattform, die normalerweise den Smartphones der Finnen vorbehalten ist. Damit ist die Ausstattung nahezu beliebig erweiterbar, da unzählige Programme für die "Serie 60" erhältlich sind.

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