Themenspecial: Mobile Kommunikation Guthaben

Prepaid-Discounter: Der aktuelle Vergleich

Die aktuellen Discountpreise für In- und Ausland
Von Marie-Anne Winter

Seit dem vergangenem Jahr ist der deutsche Mobilfunkmarkt im Umbruch: Durch den Markteintritt der so genannten Mobilfunk-Discounter passen auch die etablierten Anbieter ihre Mobilfunk-Angebote an - es kam insgesamt zu erheblichen Preissenkungen. Besonders deutlich wurde das bisher an den Gesprächspreisen im Prepaid-Segment. Natürlich gibt es auch Bewegung in anderen Bereichen, so kommen immer neue Paket-Tarife und Flatrates für Mobilfunktelefonie auf den Markt. Die neuen Anbieter setzen vor allem auf mobile Kunden, die einfache Tarife ohne Vertragsbindung und Grundgebühr schätzen. Es ist deutlich unkomplizierter, eine Prepaid-Karte zu kaufen, als einen Mobilfunk-Vertrag abzuschließen. Weil es keine Vertragsbindung gibt, müssen die Prepaid-Discounter ihre Kunden durch günstige Preise überzeugen, weshalb dieser Markt besonders unter Druck steht.

Bei den klassischen Prepaid-Angeboten, wie sie von den Netzbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 Germany bisher angeboten wurden, waren Preise von 59 Cent pro Minute für ein Gespräche vom Prepaid-Handy ins Festnetz nicht ungewöhnlich. Verbindungen zu anderen Mobilfunknetzen waren noch deutlich teurer. Mittlerweile haben sich die Preise auch bei den Netzbetreiber-Angeboten bei etwa 39 Cent pro Minute eingepegelt. Die Prepaid-Discounter liegen mit Minutenpreisen um die 15 Cent pro Minute noch deutlich darunter. Einen aktuellen Vergleich der Discount-Angebote im deutschen Mobilfunkmarkt haben wir auf den nächsten Seiten für Sie zusammengestellt.

Günstig im Inland, teuer im Ausland

So erfreulich diese Entwicklung bei den Minutenpreisen innerhalb Deutschlands ist - wer vom Handy aus ins Ausland telefonieren möchte, muss sich dennoch mit hohen Gesprächspreisen abfinden - gerade wenn er eine Discount-Karte benutzt. Der einzige Trost bisher war, dass die Minutenpreise für Mobilfunkgespräche in andere Länder nicht nur im Prepaid-Bereich noch immer relativ teuer sind, was auch der zuständigen EU-Kommission in Brüssel seit Jahren ein Dorn im Auge ist. Die aktuellen Regulierungsvorschläge zur Mobiltelefonie im Ausland lassen allerdings nicht erwarten, dass die Handyrechnung auch mit einem herkömmlichen Mobilfunkvertrag bei Auslandsaufenthalten tatsächlich deutlich sinken wird.

Inzwischen gibt es aber auch bei den Prepaid-Discountern spezielle Angebote für die Auslandstelefonie, mit denen man die Telefonkosten für Telefonate ins und im Ausland vom Handy tatsächlich nennenswert senken kann. Das war zwar auch vorher schon per Calling Card möglich, doch die Benutzung einer speziellen Guthaben-Karte, mit der einfach lostelefoniert werden kann, ist deutlich bequemer. Eine Zeitlang machte auch das so genannte Call by Call vom Handy von sich reden. Dabei handelte es sich ebenfalls um ein Callthrough-Verfahren, das allerdings durch eine bestimmte Handysoftware vereinfacht wurde. So richtig durchgesetzt hat sich dieses Verfahren allerdings nicht. Ein Grund war sicherlich, dass es nicht viele Handymodelle gab, mit denen dieses Sparverfahren überhaupt genutzt werden konnte.

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