Oberklasse

N95: Nokia stellt sein erstes HSDPA-Handy vor

Dual-Slider mit integriertem GPS und Routenplaner
Von Christian Horn
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Die Gerüchteküche war in den letzten Tagen hochgekocht: Würde Nokia am für heute angekündigten Open-Studio-Event in New York sein lange ersehntes Wundertier N95 vorstellen? Und so war es dann auch: Nokia lüftete den Schleier und stellte tatsächlich das N95 vor. Dabei handelt es sich um ein Multimedia-Smartphone mit Symbian-Serie-60 der Oberklasse, das keine Wünsche offen lässt. Der Clou beim N95 ist seine Dual-Slider-Funktionalität, was bedeutet, dass das Handy in zwei Richtungen aufgeschoben werden kann und dabei zwischen verschiedenen Betriebsmodi wechselt: Wird der Slider nach unten geschoben, erscheint die gewohnte Handy-Tastatur. Beim Verschieben des Sliders nach oben werden spezielle Tasten zur Bedienung der Multimedia-Funktionen freigeben und die Display-Darstellung wechselt ins Querformat. So können beispielsweise Videoclips oder Landkarten betrachtet werden: GPS ist integriert, Karten und Routenplaner-Software von gate5 [Link entfernt] sind vorinstalliert.

5-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Optik an Bord

Das neue Nokia N95

Bei der Kamera-Ausstattung hat Nokia nicht geknausert: Das N95 hat eine 5-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Optik an Bord, mit der hochwertige Fotos und Videos in, wie das Unternehmen angibt, mit DVD vergleichbarer Qualität aufgenommen werden können. Mit TV-Ausgang und UPnP (Universal Plug & Play)-Unterstützung können Fotos und Videos direkt auf einem kompatiblen TV-Gerät betrachtet werden. Zur Bildbetrachtung am N95 selbst ist das Gerät mit einem üppigen 2,6-Zoll-Display ausgestattet, das 16,7 Millionen Farben darstellen kann und 3D-Grafik unterstützt. Für die akustische Untermalung sorgt ein integrierter Stereo-Lautsprecher; eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse ist mit eingebaut. Nokia hat leider noch nicht bekannt gegeben, mit wieviel internem Speicher das N95 ausgestattet sein soll; dieser wird sich allerdings per microSD-Karten erweitern lassen und ein Mini-USB-Anschluss für die Übertragung von Daten steht zur Verfügung.

Das N95 unterstützt als erstes Nokia-Handy den Daten-Turbo HSDPA, funkt aber auch in UMTS- und EDGE-Netzen. Besonders erfreulich ist, dass das Handy, trotz der Unterstützung des schnellen Mobilfunks mit HSDPA, auch WLAN beherrscht. Bluetooth- und Infrarot-Schnittstellen sind selbstverständlich integriert. Das N95 misst 99 mal 53 mal 19-21 Millimeter und ist 120 Gramm schwer. Die Gesprächszeit beläuft sich auf 160 Minuten bei UMTS und auf 210 Minuten bei GSM. Die Standby-Zeit wird mit 215 Stunden angegeben. Das Nokia N95 wird voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2007 zu einem Preis von ebenfalls etwa 640 Euro erhältlich sein.

Einen ersten Eindruck und Kurztest zum N95 lesen Sie in der folgenden Meldung.

N75: Ein schicker Folder für die N-Serie

Eine Neuvorstellung ist das als kleinstes Handy in Nokias N-Serie vorgestellte N75, das im vierten Quartal dieses Jahres zunächst in den USA erhältlich sein soll. Mit dem N75 erweitert Nokia seine N-Serie um einen schicken Folder. Das Musik-Handy verfügt auf der Außenseite über ein 1,36-Zoll-Farbdisplay, über das per Abspiel-Buttons die Menüsteuerung für Musik-Wiedergabe und Kamera-Bedienung gesteuert werden kann. Das N75 unterstützt die Musik-Formate MP3, M4A, AAC, eAAC+ und WMA und verfügt über einen Player mit Equalizer, Playlisten, Shuffle- und Repeat-Funktionen, sowie der Möglichkeit zur direkten Verbindung zu kompatiblen Online-Musicstores. Auf dem eingebauten 40 MB internen Speicher lassen sich allerdings nicht allzu viele Musiktitel unterbringen, weshalb für den Musikliebhaber die Anschaffung einer optionalen microSD-Speicherkarte wohl unumgänglich ist. Hier werden Speicherkapazitäten bis 2 GB unterstützt. Das neue Nokia N75

Das N75 verfügt über eine 2-Megapixel-Kamera mit 16-fachem Digital-Zoom und integriertem Flash-LED. Für Video-Aufnahmen wird das MPEG-4-Format unterstützt. Das innere 2,4-Zoll-Display des Handys verfügt über eine Auflösung von 320 mal 240 Pixel und kann 16 Millionen Farben darstellen. Es werden die Mobilfunkstandards GSM in den Frequenzen 850, 900, 1800 und 1900 MHz, sowie EDGE und UMTS auf 850 und 1900 MHZ unterstützt. Das N75 misst 95 mal 52 mal 20,2 Millimeter und wiegt 123,5 Gramm. Das Handy hat eine Gesprächszeit von bis 250 Minuten und eine Standy-Zeit von bis zu 200 Stunden.

Neuauflage des N91: Jetzt mit 8 GB

Auf dem Open-Studio-Event stellte der finnische Hersteller zudem eine Neuauflage seines Musik-Handys N91 vor, das jetzt mit einer 8-GB-Festplatte anstelle der bisherigen 4 GB aufwartet. Das N91 mit 8-GB-Festplatte soll noch vor Jahresende zu einem Preis von etwa 640 Euro zu haben sein.

Zudem wurden die beiden Nokia-Modelle N70 und N73 in einer "Music Edition" vorgestellt, die sich vor allem durch jeweils größere Speicherkarten im Lieferumfang auszeichnen. Informationen zu drei weiteren neue Musikhandys finden Sie außerdem in einer separaten Meldung.

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