Regulierung

Mobilfunkanbieter wollen angeblich bei Interconnection tricksen

UMTS-Lizenzkosten könnten Interconnection nach oben treiben
Von ddp / Thorsten Neuhetzki
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Mehrere deutsche Mobilfunkfirmen wollen offenbar mit juristischen Tricks verhindern, dass die Bundesnetzagentur kräftige Absenkungen der Minutenpreise für ankommende Gespräche anderer Anbieter in ihren Handynetzen vornimmt. Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, wollen zumindest die Telekom-Tochter T-Mobile sowie der Anbieter o2 ihre UMTS-Lizenzen bei dem Tarif-Prüfungsverfahren der Regulierungsbehörde in Ansatz bringen.

Sollte die Netzagentur diese jeweils gut acht Milliarden Euro teuren Lizenzen als Kosten bei ihren Preisprüfungen anerkennen, wären steigende Gesprächspreise für Handy-Telefonate die Folge, schreibt das Blatt. Die Netzagentur hatte erst vergangene Woche bekannt gegeben, erstmals die Tarife bei Mobilfunkfirmen festsetzen zu wollen. Eine Sprecherin der Bundesnetzagentur bestätigte der Zeitung auf Anfrage lediglich, dass erste Genehmigungsanträge der Mobilfunkfirmen bei der Behörde eingegangenen seien. Über den Inhalt wollte sie jedoch keine Angaben machen.

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