inakzeptabel

AOL 9.0 wird als "Badware" eingestuft

Problem bezieht sich nicht auf deutsche Software-Version
Von Christian Horn / Björn Brodersen

Die Anti-Spyware-Organisation Stopbadware.org hat AOLs Client-Software AOL 9.0 als "Badware" eingestuft und rät den Nutzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon ab, die Software zu installieren. Stopbadware bescheinigt AOL 9.0 in einer acht Punkte umfassenden Liste verschiedene, nach den Richtlinien der Organisation inakzeptable Funktionen wie die Installation zusätzlicher Software und die Veränderung vorhandener Software ohne Nachfrage. Die Software lasse sich zudem nicht komplett deinstallieren. AOL reagierte auf den Stopbadware-Bericht: Man werde dem Bericht nachgehen und die nötigen Schritte einleiten. Dass sich AOL 9.0 nicht komplett deinstallieren lasse, sei auf einen Design-Fehler zurückzuführen, an dessen Korrektur bereits gearbeitet werde.

Neben der ungefragten Installation zusätzlicher Applikationen und der nicht vollständigen Deinstallation bemängelt Stopbadware an AOL 9.0, dass die Software ohne Nachfrage im Internet Explorer eine Toolbar, Icons und Lesezeichen-Favoriten installiert. Zudem installiere AOL 9.0 ohne vorherige Zustimmung des Nutzers mehrere Icons, unter anderem für AOL Mail und Instant Messenger, in der Windows-Taskleiste. Stopbadware kritisiert weiter, dass der Software-Update des Programms per Default auf automatischen Update eingestellt sei und es bei einem Update-Dialog für den Nutzer keine Möglichkeit gibt, die Aktion abzubrechen.

AOL betonte gegenüber teltarif.de, dass sich das Problem nur auf die amerikanische Software und nicht auf die in Deutschland verwendete bezieht. Auf der deutschen AOL-Website werde zudem ein Installations-Manager angeboten, der die Software komplett aus dem System entfernt. Außerdem installiere die deutsche Version nicht automatisch die Toolbar.