Spuren

So surfen Sie anonym im Internet

Beseitigen Sie Ihre Spuren und schützen sich gegen Datenspione
Von Steffen Prey / Björn Brodersen

Jeder, der im Internet surft, hinterlässt Spuren. Wer sich beispielsweise an seinem Arbeitsplatz gerne privat im World Wide Web bewegt, sollte darauf achten, dass er die Hinweise auf besuchte Seiten oder angeschaute Bilder löscht. Mit einigen wenigen Handgriffen ist man als Nutzer schnell und einfach auf der sicheren Seite. Mit Hilfe entsprechender Dienste kann man sogar völlig anonym auf der Datenautobahn unterwegs sein.

Jeder Internetbrowser besitzt einen Speicher für besuchte Seiten. In dem so genannten Cache werden die Inhalte gespeichert. Gerade bei häufig aufgerufenen Seiten soll das zu einer Verkürzug der Ladezeit führen. Der Browser überprüft in der Regel beim Abruf einer Seite, ob sich dort seit dem letzten Besuch etwas verändert hat. Außerdem gibt es noch einen Verlaufsordner. Standardmäßig werden hier automatisch die Adressen der letzten 20 besuchten Internetseiten hinterlegt. Durch den Cache und den Verlaufsordner lässt sich deshalb leicht nachvollziehen, wann welche Inhalte im Internet aufgerufen worden sind.

So haben Spione beim Internet Explorer keine Chance

Internet Explorer Im Internet Explorer findet man den Speicher für Seiten und Inhalte im Menü Extras bei den Internetoptionen unter der Registerkarte "Allgemein". Hier ist je nach Sprache von Temporären Internetdateien oder Temporary Internet Files die Rede. Mit einem Klick auf "Löschen" wird der gesamte Speicher mit allen Inhalten gelöscht. Der Button "Einstellungen" ermöglicht dagegen das Festlegen der Größe und des Verzeichnisses der gespeicherten Daten. Außerdem lässt sich hier bestimmen, wann eine Internetseite auf Veränderungen geprüft und gespeichert wird. Die Eigenschaften des Verlaufsordners finden sich ebenfalls unter der Registerkarte "Allgemein". Hier kann man wählen, wie viele Adressen zuletzt besuchter Internetseiten auf dem Rechner gespeichert werden sollen. Komplett löschen lassen sich diese natürlich auch.

Auch bei Firefox lässt sich der Cache ausleeren

Firefox Im Menü "Extras" findet man bei dem Browser Firefox von der Mozilla-Stiftung verschiedene Einstellmöglichkeiten. Unter der Registerkarte "Datenschutz" kann man die Eigenschaften des Cache genau definieren. Hier geht es beispielsweise darum, welche Daten festgehalten werden sollen. Auch die Größe des Cache lässt sich hier festlegen.

Einstellungen nur mit Administrationsrechten möglich

Damit als Anwender derartige Einstellungen im Browser vornehmen kann, ist es wichtig, die Administrationsrechte zu haben. Hat man diese beispielsweise in einem Firmennetzwerk als Arbeitnehmer nicht, erhalt man allenfalls eine entsprechende Fehlermeldung. Darin heißt es dann, dass die erforderlichen Rechten zum Löschen des Cache oder der Veränderung von Einstellungen fehlen. In diesem Fall sollte man sich an den Systemadministrator wenden. Eine absolute Garantie, dass damit sämtliche Surfspuren vom Rechner verschwinden, hat man damit übrigens nicht. Besonders in Firmennetzwerken lassen sich Chefs oft eigene Möglichkeiten einrichten, um das Verhalten ihrer Mitarbeiter im Internet zu überwachen.

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