3G-Push

Der erste UMTS-Blackberry im teltarif-Test

Lange Akkulaufzeit und Modemfunktion

Ende Mai stellten der kanadische Blackberry-Hersteller RIM und der Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone den ersten Blackberry-Handheld vor, der auch in den UMTS-Mobilfunknetzen eingesetzt werden kann. Für die Kernfunktion des Geräts, den mobilen E-Mail-Versand und -Empfang, ist dieses Feature zwar eigentlich nicht erforderlich. Zusatz-Leistungsmerkmale, die der Hersteller seinem neuen Flaggschiff spendiert hat, lassen die 3G-Funktion aber dennoch sinnvoll erscheinen. Wir wollten wissen, was der Blackberry 8707v, wie das Gerät heißt, in der Praxis kann und unterzogen den Handheld einem ausführlichen Test. Der Blackberry 8707v

Der Blackberry 8707v ist 110 mal 69,5 mal 19,5 Millimeter groß und wiegt 139,8 Gramm. Er ist damit von der Bauform her seinen Vorgänger-Modellen recht ähnlich. Sofort ins Auge fällt das QVGA-LC-Display, das über eine Auflösung von 320 mal 240 Pixel verfügt. Die Darstellung des Menüs ist brillant, die Farben kommen klar und satt rüber. Das Menü ist ähnlich aufgebaut wie bei den früheren Blackberry-Modellen, so dass sich Fans der mobilen E-Mail-Maschine schnell zurechtfinden. Die Bedienung erfolgt wie bei Blackberry üblich über ein Drehrad mit O.K.-Funktion auf der rechten Seite.

Nimmt man den Blackberry erstmals in Betrieb, so denkt man möglicherweise zunächst an einen Defekt. Mit einem komplett leeren Akku startet der Blackberry nämlich selbst dann nicht, wenn das Gerät am mitgelieferten USB-Ladekabel hängt. Stattdessen bleibt das Display einfach dunkel. Lediglich eine Leuchtdiode zeigt an, dass der Akku geladen wird. Nach einigen Minuten wird der Ladevorgang auch auf dem Display angezeigt. Etwas länger dauert es, bis das Betriebssystem startet und das PDA-Handy auch wirklich genutzt werden kann.

Lange Standby- und Gesprächszeit

Ein voll geladener Akku zahlt sich in jedem Fall aus. Hier spielt der Blackberry dann den Vorteil gegenüber anderen Mobile-Office-Lösungen aus, den man schon von den nur in den GSM-Netzen arbeitenden Vorgänger-Modellen kennt: Der Blackberry hat sowohl im Standby, als auch bei der Gesprächszeit eine enorme Ausdauer. Die vom Hersteller genannten 250 Stunden für den Standby-Betrieb bzw. sieben Stunden Gesprächszeit wurden im teltarif-Test allerdings nicht ganz erreicht.

Der Mobilfunkempfang kann über das Menü auf GSM bzw. UMTS begrenzt werden und es gib einen Modus für beide Betriebsarten. Wenn dieser ausgewählt wird, schaltet das Gerät bei ausreichendem UMTS-Empfang automatisch ins 3G-Netz um, während ansonsten GSM genutzt wird. Der Empfang ist sowohl über GSM, als auch im UMTS-Netz recht gut, wenn auch nicht überdurchschnittlich.

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