Systemwechsel

Apple schließt Umstieg auf Intel-Chips ab

Neue MAC-OS-X-Version ab Frühjahr 2007
Von dpa / Ralf Trautmann
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Der US-Computerkonzern Apple hat ein Jahr nach der Ankündigung des Umstiegs auf Chips von Intel den größten Systemwechsel seiner Geschichte abgeschlossen. Auf der Entwicklermesse WWDC in San Francisco stellte Apple-Chef Steve Jobs den Computer Mac Pro vor, der das bisherige Profimodell Power Mac G5 ablöst. Damit sind alle Rechner von Apple auf Intel-Prozessoren umgestellt. Gleichzeitig kündigte der kalifornische Technologiekonzern an, im Frühling 2007 eine neue Version seines Betriebssystems Mac OS X auf den Markt zu bringen.

Vor der Messe war im Internet spekuliert worden, dass Apple zur WWDC außerdem neue Modelle seines Musikplayers iPod oder ein Handy, das iPhone, präsentieren werde. Nachdem diese Ankündigungen ausblieben, gab der Kurs der Apple-Aktie am Montag in New York um 1,6 Prozent nach. "Apple hat genau das angekündigt, was die Leute erwartet hatten", sagte Gene Munster, Analyst bei Piper Jaffray. "Wenn der Kurs steigen soll, muss man die Investoren überraschen."

Apple hatte nach jahrelanger Kooperation mit IBM und Motorola den Umstieg auf die Mikroprozessoren von Intel vor einem Jahr auf der WWDC angekündigt. Anfang Januar 2006 brachte Apple dann die ersten Macintosh-Rechner mit Prozessoren des weltgrößten Halbleiterherstellers auf den Markt.

Apple-Chef Steve Jobs präsentierte vor Tausenden Entwicklern im Moscone Center in San Francisco auch eine Vorversion der neuen Systemsoftware Mac OS X Leopard, die unter anderem ein neuartiges Programm zur Sicherung von Daten enthält. Mit der Software Time Machine können Anwender Daten ihres Computers, die versehentlich gelöscht oder überschrieben wurden, wie bei einer virtuellen Zeitreise wiederherstellen.

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