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GEZ für PC: ARD will nur Radio-Gebühren

Nutzer könnten statt 17,03 Euro nur 5,52 Euro monatlich zahlen müssen
Von Thorsten Neuhetzki
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Steht die Kehrtwende bei der Diskussion um GEZ-Gebühren für internetfähige PCs bevor? Nach einem Bericht von Focus online überlegt die ARD, statt den teuren Gesamtgebühren von 17,03 Euro nur 5,52 Euro verlangen zu wollen. Damit müssten Internetnutzer nur den Radioanteil der GEZ-Gebühren zahlen.

Focus online zitiert ARD-Sprecher Rudi Küffner mit den Worten "Es geht nicht, dass man für etwas Geld verlangt, was man gar nicht anbietet." Gemeint ist damit das Fernsehen über DSL. Derzeit gibt es weder von der ARD, noch von den Dritten Programmen einen Livestream des Programms. Nur einzelne Bestandteile wie etwa die Tagesschau werden zeitversetzt zum Abruf bereitgestellt. Anders hingegen beim Radio. Alle Programme der ARD sind nach Angaben des Focus auch per Stream abrufbar.

Ob auch das ZDF mit diesem Vorstoß der ARD einverstanden ist, darf bezweifelt werden. Schließlich produzieren die Mainzer ausschließlich Fernsehprogramme, für die aber möglicherweise keine PC-GEZ-Gebühren berechnet werden soll. Folglich bekäme auch das ZDF aus diesem neu erschlossenen Gebührentopf nichts ab.

Die GEZ-Pflicht für PCs gilt ab 1. Januar. Für Privatleute ändert sich nur dann etwas, wenn sie bislang keine GEZ-Gebühren zahlen und auch nicht von der Zahlung befreit sind, aber einen internetfähigen PC zuhause stehen haben. Wer schon einen Fernseher hat, der muss als Privatmensch keine zusätzlichen Kosten befürchten. Anders sieht das bei Freiberuflern, Selbstständigen und Firmen aus. Hier kommen zusätzliche Kosten auf die Anwender zu.

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