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Studie: Online-Banking kämpft mit Sicherheitslücken

Nur drei von zwanzig Instituten mit "gut" bewertet
Von Ralf Trautmann
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Online-Banking hilft Kreditinstituten vor allem beim Einsparen von Kosten und erfreut sich trotz Meldungen zum Beispiel über Phishing zunehmender Beliebtheit unter den Kunden. Doch trotz aller Bemühungen in puncto Sicherheit herrscht hier wohl immer noch starker Nachholbedarf: Eine Studie des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) im Auftrag von Capital hat die Systeme von 20 Banken getestet und diesen ein äußerst ernüchterndes Ergebnis bescheinigt.

Ein "Sehr gut" konnte im Test kein Kreditinstitut erreichen, mit der Note "gut" wurden lediglich vier Banken ausgezeichnet: Hier findet sich mit dem besten Ergebnis die Deutsche Bank, gefolgt von Postbank, Commerzbank und Berliner Volksbank. Die Mehrheit der Institute liegt jedoch im unteren Bereich: Rund 40 Prozent der Banken erreicht nicht mal die Hälfte der möglichen Punkte im Test. Mit "mangelhaft" wurden drei Institute bewertet: Cortal Consors, SEB sowie das Schlusslicht Volkswagen Bank schafften nicht mal ein Drittel der möglichen Punktzahl.

Das schlechte Abschneiden sei vor allem auf mangelnde Investitionen in Sicherheitstechnik zurückzuführen. Kritisiert wird hier wieder einmal das für Phishing und Trojaner anfällige TAN-Verfahren. Das Fraunhofer-Institut bewertet in seiner Studie nicht nur die technische Umsetzung des Online-Banking-Portals, sondern zum Beispiel auch die Kommunikation mit den Kunden in Bezug auf Sicherheitsprobleme.

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