Bußgelder

Handy am Steuer: Freisprechanlagen schonen die Urlaubskasse

Im Ausland drohen drastische Strafen für Telefonate im Kfz
Von Ralf Trautmann

Bedingt durch ihre Bauweise haben Headsets technisch den entscheidenden Vorteil, dass der Abstand vom Nutzer zum Mikrofon äußerst gering ist. Plug-in-Geräte bieten diesen Vorzug dagegen nicht, dafür kann jedoch auf den lästigen Knopf im Ohr verzichtet werden. Plug-in-Varianten werden meist an den Zigarettenanzünder angeschlossen und verfügen dabei über einen Lautsprecher sowie in der Regel über ein integriertes Mikrofon.

Doch auch dem Problem der Akustik haben sich die Anbieter mittlerweile angenommen: So bieten neue Plug-in-Modelle Mikrofone mit einer guten "Richtwirkung", das heißt, das Gerät nimmt hauptsächlich die Geräusche aus einer gewünschten Richtung auf, Umgebungsgeräusche werden dagegen nur in geringem Maße "mitgehört". Zudem sind Lösungen verfügbar, über die sich das Mikrofon zum Beispiel an der Kopfstütze des Sitzes befestigen lässt und somit die Nähe zum Fahrer herstellt. Plug-in-Variante:
Nokia HF-6W

Auch bei Plug-in-Geräten bietet der Markt mittlerweile eine Vielzahl von Modellen mit stark variierenden Preisen: So sind besonders günstige Varianten schon für rund 12 Euro zu haben. Dies ist zum Beispiel die Freisprecheinrichtung Magic Plus von Hama, welche die Ausgangs-Signale des Mobiltelefons dann jedoch über einen Clip, der an den Handy-Lautsprecher angesteckt wird, "abgreift". Die Qualität der Übertragung dürfte hier begrenzt sein, für Telefonate in Kfz sollte sich der Nutzer lieber nach einer anderen Lösung umsehen. Für professionellere Geräte muss dann allerdings schon ein bisschen mehr investiert werden: So bietet zum Beispiel Nokia mit seiner Freisprecheinrichtung HF-6W eine solide Lösung, die für rund 100 Euro erhältlich ist. Das Gerät erlaubt dabei mittels integrierter Tasten die Lautstärkeregelung sowie Rufannahme und -beendigung.

Festeingebaute Freisprecheinrichtung als High-End-Lösung

Wer eine fest eingebaute Freisprechanlage besitzt, kann sich indes glücklich schätzen: Hier bedarf es keiner weiteren Investitionen. Auf eine Darstellung dieser Geräte soll an dieser Stelle gleichwohl verzichtet werden: Die Einbaukosten von mehreren hundert Euro lohnen sich in der Regel nicht für eine "normale" Urlaubsreise. So liegt zum Beispiel die unverbindliche Preisempfehlung des Profi-Funk-Kfz-Einbausatzes Nokia 616 bei 399 Euro. Der Einbau durch einen Fachmann, und dies ist bei vielen Kfz-Einbausätzen dringend anzuraten, schlägt nochmal ordentlich zu Buche. Wer jedoch zum Beispiel aus beruflichen Gründen regelmäßig auf ein Mobiltelefon am Steuer angewiesen ist, sollte eine solche Anschaffung in Betracht ziehen, und das nicht nur bei Reisen ins Ausland.

Fazit

Festeinbau:
Nokia 616
Wer auch im Ausland während der Fahrt telefonieren will, braucht auf diesen Luxus nicht zu verzichten: Der Markt der Freisprechanlagen bietet für jeden Geldbeutel ein Variante, mit der hohe Strafzahlungen vermieden werden können. Wer selten reist und keine langen Telefonate führen muss, ist sicherlich mit einem Headset gut bedient, zumal für jeden Geschmack ein passendes Modell vorhanden sein dürfte. Wer öfter unterwegs ist oder viele Gespräche per Handy führen muss, sollte sich möglicherweise die Plug-in-Modelle genauer anschauen. Über eines müssen sich Nutzer indes keine Sorgen machen: Die Bluetooth-Headsets und -Freisprechanlagen sind herstellerübergreifend kompatibel und können daher mit jedem beliebigen Handy, das den Funkstandard unterstützt, genutzt werden.

Freilich kommen auch noch andere Lösungen in Betracht: Im Urlaub können in Fahrpausen problemlos Gespräche geführt werden. Für die Erholung kann es zudem durchaus förderlich sein, sich mal nicht von seinem Handy stören zu lassen und auf Telefonate zu verzichten.

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