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Ratgeber: Unterwegs ins Internet

Zugang über Mobilfunknetze, WLAN und über das Festnetz möglich
Von / Thorsten Neuhetzki

Nicht jeder möchte ein Notebook mit auf Reisen nehmen. Dennoch muss man nicht auf Informationen aus dem Internet verzichten. Eine einfache Möglichkeit für den mobilen Online-Zugang, die zudem überall dort funktioniert, wo es Mobilfunkversorgung gibt, bietet inzwischen fast jedes Handy: viele Online-Angebote, die man von "richtigen" Internet kennt, sind auch über WAP verfügbar. Mit WAP 2.0-tauglichen Handys lassen sich über den WAP-Browser auch PDA-optimierte Internet-Seiten abrufen.

Auch der Zugriff auf E-Mails ist möglich. So bieten u.a. das österreichische Mobilfunkportal thewap.at [Link entfernt] oder auch wapd.de [Link entfernt] die Möglichkeit, fast alle gängigen Mail-Konten auch über WAP abzufragen und auch elektronische Post zu verschicken. Teilweise bieten auch die Netzbetreiber in ihren WAP- und Multimedia-Portalen E-Mail-Sammeldienste an, so dass die elektronische Post, die auf der am PC genutzten Adresse eingeht, auch vom Handy aus gelesen und beantwortet werden kann. o2 bietet eine WAP-Flatrate an

Beim WAP-Zugang werden in der Regel nur sehr kleine Datenmengen übertragen, so dass die Nutzung recht kostengünstig ist. Lediglich für Vielnutzer empfiehlt es sich, ein kleines Datenpaket zu buchen. o2-Kunden können für 4,95 Euro im Monat eine WAP-Flatrate buchen. Ähnliche Angebote gibt es auch bei Vodafone und E-Plus. Hier sind aber nur die Inhalte innerhalb des WAP-Portals des jeweiligen Netzbetreibers inklusive. Wer externe Dienste von Anbietern wie thewap.at, wapd.de oder aber auch die teltarif-Seiten im WAP nutzt, zahlt extra.

Mit PDA oder Notebook über das Handynetz online gehen

Wer unterwegs unabhängig von WLAN-Hotspots im "echten" Internet surfen möchte, kommt mit den WAP-Browsern der Mobiltelefone naturgemäß nicht weiter. Es gibt zwar auch zusätzliche Handy-Browser z.B. von Opera. Dennoch ist die Darstellung der Online-Inhalte natürlich nicht mit einem PDA oder gar einem Laptop vergleichbar.

Auch ein direkter Zugriff auf POP3- oder IMAP4-Mailkonten ist über WAP nicht möglich. Viele aktuelle Handys verfügen zwar auch über einen E-Mail-Client. Um diesen zu nutzen, muss jedoch der Internet-Zugang gewählt werden. Für Gelegenheitsnutzer, die vor allem textbasierte Mails lesen wollen, reicht sicher der von den Netzbetreibern voreingestellte GPRS-by-Call-Tarif aus. Vielnutzer sollten dagegen ein Datenpaket buchen, um Kosten zu sparen.

Bei T-Mobile sind 5 MB monatliches Inklusivvolumen schon für 5 Euro zu bekommen, T-Mobile, Vodafone und o2 haben für rund 10 Euro 30 MB im Angebot, während es bei E-Plus einen 150 MB-Tarif für 19,95 Euro im Monat gibt. Ausführliche Informationen zu den Datenpaketen der Netzbetreiber finden Sie auch auf unserer Infoseite zu diesem Thema.

Allerdings helfen die genannten Datenoptionen nur bei Reisen innerhalb Deutschlands weiter. Im Ausland fallen dagegen - wie auch bei Telefongesprächen mit dem Handy - empfindliche Roaminggebühren an. Die Übertragung eines Datenvolumens von 1 MB kann so schnell mehr als 10 Euro kosten.

Im Ausland empfiehlt es sich somit, von der deutschen SIM-Karte aus nur in Notfällen online zu gehen und den Datentransfer so klein wie möglich zu halten. Eine Alternative ist die Anschaffung einer Prepaidkarte aus dem Gastland, sofern diese die Nutzung von Datendiensten unterstützt. Das ist nicht immer der Fall und sollte vor dem Kauf abgeklärt werden.

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