Ratgeber

Handy im Ausland: Auf diese Einstellungen müssen Sie achten

MMS- und Umleitungseinstellungen sowie Mailbox sind entscheidend
Von Thorsten Neuhetzki / Steffen Prey

Rein ins Flugzeug, Handy ausmachen, einige Stunden fliegen und nach der Landung im Urlaubsland das Handy direkt wieder an machen. Diesen Ablauf kennen viele, die sich in diesen Tagen ins Flugzeug Richtung Jahresurlaub setzen. Doch was viele vor dem Abflug nicht bedenken: Am Handy sollten zahlreiche Einstellungen überprüft und geändert werden, bevor es im Ausland wieder eingeschaltet wird. Als Auftakt zum Themenmonat Reise zeigen wir Ihnen, auf welche Einstellungen Sie achten müssen, um im Ausland zu telefonieren und nicht in Kostenfallen zu tappen.

Automatische Netzwahl ist nicht immer ratsam

Spätestens am Flughafen sollten MMS nur für das Heimatnetz zugelassen werden. Am Wichtigsten ist im Ausland, dass die Einstellungen zur Netzwahl korrekt und MMS-Empfang sowie Rufumleitungen möglichst ausgeschaltet sind. In der Regel stellt sich das Handy, ist es auf automatische Netzwahl eingestellt, auf das für den Kunden günstigste Netz ein. Das ist insbesondere bei Tarifen wie bei dem ReiseVersprechen von Vodafone oder Relax Holiday von T-Mobile wichtig. Aber nicht immer bucht sich das Handy ins passende Netz ein. Das kann an einer Fehlkonfiguration der bevorzugten Netze auf der SIM-Karte liegen oder aber daran, dass genau dieses Netz eventuell an der Stelle des Einschaltens eine schlechte Versorgung hat. Hier ist es dann in jedem Fall ratsam, per manueller Netzwahl das korrekte, vom Netzbetreiber empfohlene, Handynetz zu wählen. Welche Netze das im Einzelnen sind, erfahren Sie in unserem Reiseratgeber oder bei Ihrem Anbieter.

Auch wer per automatischer Netzwahl gleich in das korrekte Partnernetz eingebucht ist, sollte sich nachträglich per manueller Netzwahl auf dieses Netz fest einbuchen. Denn spätestens bei der Rundfahrt im Mietwagen wird das Handy sonst wahrscheinlich ein anderes, teureres Netz wählen. Nur wer nicht auf die Kosten achten muss und auf jeden Fall erreichbar sein will, sollte die an sich praktische automatische Netzwahl aktiv lassen.

Rufumleitungen und MMS-Empfang im Ausland ausschalten

Rufumleitungen sollten im Ausland prinzipiell ausgeschaltet sein.
 
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Dass die Mailbox im Ausland am besten ausgeschaltet bleibt, ist inzwischen aufgrund zahlreicher Kostenwarnungen eigentlich hinreichend bekannt. Was viele aber nicht wissen: Auch andere Rufumleitungen können hohe Kosten nach sich ziehen. In vielen E-Plus-Verträgen ist es beispielsweise noch möglich, kostenlos Gespräche ins deutsche Festnetz umzuleiten. Diese Umleitung haben viele geschaltet, sollte das Handy keinen Empfang haben. So klingelt dann das Telefon zu Hause. Wer aber diese Umleitung bei Nichterreichbarkeit auch im Ausland aktiv lässt, zahlt zum einen für das ankommende Gespräch im Ausland und dann wieder für das Gespräch ins deutsche Festnetz. Eine vermeintlich kostenlose Rufumleitung kann somit schnell mit über einem Euro pro Minute zu Buche schlagen. Einzige Ausnahme: Absolute Umleitungen, also eine Weiterleitung aller Gespräche, wird nicht über das Ausland geroutet.

Wer ein MMS-Handy sein Eigen nennt, sollte dringend eine weitere Einstellung in seinem Handy überprüfen. Der Empfang von MMS sollte nur im Heimatnetz, also nur in Deutschland, ermöglicht werden. Nur dann ist gewährleistet, dass es im Ausland nicht zu einem teuren MMS-Emfang kommt, über den wir bereits berichtet haben. Nur bei Vodafone ist der Empfang von MMS in einigen Partnernetzen kostenfrei. In Kombination mit der manuellen Netzwahl kann hier also bedenkenlos ein MMS-Empfang zugelassen werden. o2-Kunden sollten die Einstellung, dass MMS nur im Heimatnetz empfangen werden, erst kurz vor Abreise ins Ausland aktivieren. Andernfalls können Sie auch in ländlichen Gebieten, wo das T-Mobile-Netz genutzt wird, keine MMS empfangen.

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