DSL-Erhebung

Über 150 Millionen DSL-Nutzer weltweit

Deutschland bei DSL-Nutzung weltweit auf Rang vier
Von Christian Horn
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Die Zahl der weltweiten DSL-Nutzer hat im ersten Quartal des laufenden Jahres die Marke von 150 Millionen übersprungen. 43 Millionen Nutzer hat DSL in Zeitraum eines Jahres bis Ende März 2006 hinzugewonnen, was einer Steigerungsrate von 39 Prozent entspricht. Trotz des nach wie vor gesunden Wachstums bei Breitband-Anschlüssen mit DSL bedeutet dies ein Abflachen der Steigerungsrate, die im Vorjahr noch bei 54 Prozent gelegen hatte. Das berichtet das DSL Forum in seiner DSL-Erhebung für das erste Quartal 2006. Die Erhebung wurde von Point Topic im Auftrag des DSL Forums durchgeführt.

Mit 3,8 Millionen neuen DSL-Nutzern hat Deutschland nun 11,1 Millionen DSL-Nutzer und behauptet damit im Ranking seinen vierten Platz vor Frankreich mit 10,2 Millionen Nutzern. Ranglisten-Erster bleibt China mit 29,3 Millionen DSL-Anschlüssen gefolgt von den USA mit 22,2 Millionen Anschlüssen und Japan mit 14,5 Millionen DSL-Nutzern. Rang sechs und sieben belegen Großbritannien und Italien mit 7,9 und 7,0 Millionen DSL-Kunden. Weltweit gibt es insgesamt 22 Länder mit mehr als einer Million DSL-Nutzern. Neuester Zugang in der Millionen-Liste ist Indien mit aktuell 1,08 Millionen DSL-Anschlüssen - dort hatte die Zahl der DSL-Nutzer im vergangenen Jahr über 700 Prozent zugelegt.

Europäische Union mit 34 Prozent Anteil bei DSL weltweit führend

Im Vergleich der Regionen bleiben die Staaten der Europäischen Union mit 34 Prozent Anteil bei DSL weltweit führend - das übrige Europa nimmt nur magere 2 Prozent ein. Süd- und Südost-Asien liegen bei 21 Prozent, der asiatisch-pazifische Raum liegt bei 19 Prozent, Nordamerika bei 17 Prozent, Lateinamerika beansprucht 5 Prozent und der Mittlere Osten kommt zusammen mit Afrika nur auf 2 Prozent der weltweiten DSL-Anschlüsse.

Unangefochtener Spitzenreiter beim prozentualen Verhältnis von Telefon-Anschlüssen zu DSL-Anschlüssen ist Finnland mit einem prozentualen Anteil von 38,3 Prozent. Frankreich liegt hier mit 30 Prozent auf dem zweiten Platz gefolgt von Taiwan mit 28,7 und Südkorea mit 27,6 Prozent. Dicht dahinter liegen Belgien mit 26,2 Prozent, die Niederlande mit 25,9 und Italien mit 25,6 Prozent. Deutschland schafft es in dieser Kategorie mit 20,7 Prozent nur auf Platz 13 gefolgt von Japan mit 20,5 Prozent auf Rang 14. China und USA, die Spitzenreiter bei den reinen Zahlen von DSL-Anschlüssen, schneiden beim Verhältnis von Telefon- zu DSL-Anschlüssen schlechter ab und erreichten keinen Listenplatz.

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