Entwurf

Kein "Heimat-Prinzip" bei Roaming-Tarifen

Zeitung: EU-Entwurf kommt Mobilfunkbetreibern entgegen
Von Björn Brodersen

Trotz Regulierung werden die Preise für grenzüberschreitende Handy-Telefonate nicht so günstig werden wie Inlandsgespräche. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) will die EU-Kommission die bislang hohen Preise für das Roaming nicht auf das Niveau für Handy-Telefonate innerhalb eines Landes absenken. Das sehe ein Verordnungsentwurf vor. Gleichzeitig soll aber künftig der Aufpreis für eingehende Anrufe im Ausland entfallen.

Laut dem Zeitungsbericht sollen sich die Roaming-Entgelte an einem durchschnittlichen Preis für die Zustellung von Anrufen in Handynetze anderer Anbieter innerhalb der 25 EU-Staaten orientieren. Den Plänen zufolge dürfe der Großhandelspreis für grenzüberschreitende Gespräche aus dem Ausland ins Heimatland oder in ein anderes EU-Land nicht mehr als das Dreifache dieses Durchschnittspreises betragen, für Telefonate innerhalb eines anderen EU-Staates nicht mehr als das Doppelte. Der Aufschlag für die Endkunden solle nicht über 30 Prozent auf den Großhandelspreis liegen.

Die EU kommt damit den europäischen Mobilfunkbetreibern entgegen, die vor dem "Heimat-Prinzip" gewarnt haben. Dadurch wäre es in einigen Fällen möglich geworden, durch einen im Ausland gekauften Billigtarif im eigenen Land günstiger zu telefonieren als bisher.

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