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Das neue Nokia E50 unter der Lupe

Symbian-Handy erfüllt höchste Ansprüche

Bei halbgefrorenem Amaretto-Eis stellte Nokia im Rahmen eines Business-Lunchs in München heute ein weiteres Handy aus seiner voll auf Geschäftskunden ausgerichteten E-Serie vor, das E50. Es ist klein und unscheinbar, wiegt 104 Gramm (mit Standard-Akku BL-5C) und 113 mal 43,5 mal 70 Millimeter groß. Dennoch handelt es sich um ein vollwertiges Business-Handy.

Nokia E50

Das E50 wird es ab Sommer in zwei Versionen geben, einmal mit und einmal ohne Kamera (1,3 Megapixel), wie Martin Giesswein von Nokia Enterprise Solution der Fachpresse erläuterte. Der Hersteller entschied sich ferner für ein Symbian-Betriebssystem (Serie 60, 3rd Edition).

Das Thema Sicherheit ist den Unternehmen, die die Geräte letzten Endes einsetzen, wichtig. Nokia ist nach eigenen Angaben einer der größten Firewall/VPN-Hersteller. Den Handys wird außerdem serienmäßig die Testversion eines Antiviren-Programms (F-Secure) beigepackt. Nokia E50

E50 lässt für mobilen E-Mail-Austausch keine Wünsche offen

Die E-Serie und damit auch das E50 unterstützen die offene Welt der E-Mail-Standards. Serienmäßig wird eine ActiveSync-Software mitgeliefert. Damit lassen sich die E-Serien-Telefone mit einem Microsoft-Exchange-Server abgleichen. Alternativ unterstützt Nokia auch den Blackberry-Pushdienst oder die Welt von Lotus oder Novell, POP3 und IMAP4 sowieso. Nokia hat das Unternehmen Intellisync gekauft und verknüpft auf Wunsch Telefone von Nokia, Microsoft (HTC), Samsung oder Motorola mit POP3, IMAP, Lotus, Novell oder Microsoft Exchange. Giesswein: "Der industrielle Anwender soll selbst entscheiden, was er tun will, nicht der E-Mail-Anbieter."

Verzicht auf UMTS und WLAN

Das Nokia E50 funkt nur im GSM-Bereich, hat also kein UMTS und auch kein WLAN an Bord. Im GSM-Betrieb werden die Frequenzbereiche um 850, 900, 1 800 und 1 900 MHz unterstützt. Das Telefon unterstützt Nebenstellenfunktionen, da viele Firmen ihren Mitarbeitern gar kein Tischtelefon mehr hinstellen. VoIP ist trotz der fehlenden UMTS- und WLAN-Unterstützung möglich - über GSM zur IP-basierten Nebenstellenanlage (IP-PBX).

Wenn man so will, könnte man das E50 quasi als Nachfolger des 6310i ansehen, das E50 ist aber kleiner und leichter. Der Winzling kommt ab Werk mit 70 MB internem Speicher daher, hat aber einen MicroSD-Slot, wo derzeit bis 2 GB Speicher möglich sind, die Karte (unter dem Rückdeckel) kann auch im laufenden Betrieb getauscht werden.

Software-Paket wird mitgeliefert

Das E50 wird mit der "Nokia Team Suite" ausgeliefert, welche Gruppen-SMS, Gruppen WebPage und Konferenzfunktion erlaubt. Die Suite wird - wie eine komfortable Suchfunktion auf dem Handyspeicher - später auch anderen E-Seriengeräten beigepackt oder ist nachladbar. Die notwendige Software zum Lesen von Microsoft-Office-Dokumenten, ZIP-Archiven und PDF-Dateien wird mitgeliefert bzw. ist bereits installiert.

Wem der Akku BL-5C mit 970 mAh, der es nach Hersteller-Angaben auf maximal 6,8 Stunden Sprechzeit bzw. neun Tagen Standby-Zeit nicht reicht, kann auf den BL-6C mit einer Kapazität von 1 150 mAh umsteigen. Dieser reicht nach Nokia-Angaben für bis zu acht Stunden Gesprächszeit bzw. zehn Tage Standby-Zeit. Der Ladenpreis des Nokia E50 soll bei knapp 400 Euro (ohne Vertrag) liegen.