Cybershot-Handy

Cybershot-Handy K800i im Kurztest

Knipst, filmt und videofoniert
Von Yvonne Göpfert

Nach dem Walkman-Handy bringt Sony Ericsson nun mit dem K800i das erste Cybershot-Telefon. Der Begriff Cybershot steht als Markenzeichen für leistungsfähige Kameras mit Carl-Zeiss-Objektiv aus dem Hause Sony. Der Name ist Programm: Mobiltelefone, die als Cybershot-Handy firmieren, wecken Ansprüche an eine Handy-Kamera, die mehr können muss als nur knipsen.

Sony Ericsson K800i

teltarif hatte auf der CeBIT die Gelegenheit, das Foto-Kraftpaket einem ersten Test zu unterziehen. Um es vorweg zu nehmen, das K800i liegt gut in der Hand – bei 115 Gramm und 106 mal 47 mal 18 Millimeter (22 mm beim Objektiv) kein Wunder. Auch die Kamera – diesmal hat Sony Ericsson 3,2 Megapixel spendiert - lässt sich gut bedienen.

Sobald der Nutzer die Schutzklappe vor dem Objektiv wegschiebt, schaltet das UMTS-Handy auf Fotografieren um, die Kamera ist einsatzbereit. Dieser Vorgang dauert jedoch rund drei Sekunden – für manch einen Schnappschuss ist das zu langsam.

Kamera mit Autofokus und Serienbildfunktion

Sony Ericsson K800i In dem 2-Zoll-Display, das bei 240 mal 320 Pixel bis zu 262 000 Farben darstellt und als Sucher dient, werden die verschiedenen Einstellungen angezeigt, die jederzeit geändert werden können. Praktisch: Über die Zifferntasten können einzelne Parameter der Kamera wie zum Beispiel Helligkeit oder Bildgröße direkt aufgerufen und geändert werden. Darüber hinaus kann der Nutzer den Autofokus auf Makroaufnahme, unendlich oder automatisch stellen. Der Autofokus stellt für Foto-Handys ungewöhnlich schnell scharf – hier macht sich die Verwandtschaft zu den Sony-Cybershot-Modellen bemerkbar. Anders sieht es bei der Makrofotografie aus: Im Test ergab das Abfotografieren einer Visitenkarte und eines 50-Euro-Scheines kein sauberes und scharfes Bild. Die Farben werden - insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen - leicht rötlich dargestellt. Weiße Wände, insbesondere solche mit Strukturfasertapete, wirken schmutzig. Doch insgesamt liefern die Bilder eine Qualität, die bei Fotohandys eher selten anzutreffen ist.

Gezoomt wird über zwei Tasten an der Oberseite des Handys. Für unseren Geschmack sind die Tasten recht klein geraten, mehr wäre hier wirklich mehr. Ebenfalls Miniatur und damit schwer zu bedienen sind die zwei Schnellzugriffstasten auf Kamerafunktionen, die links und recht vom Lautsprecher platziert wurden.

Gelungen: die Best-Pic-Funktion. Hinter dem Anglizismus verbirgt sich eine Serienbildfunktion, die vier Aufnahmen in Folge schießt und damit Daumenkino ähnliche Fotoserien erlaubt. Oder eben die Auswahl des besten Fotos aus vieren. Über das Kamera-Menü „Anzeigen“ hat der Nutzer Zugriff auf die Software PhotoDJ. Ein nützliches Tool, das das Nachbearbeiten von Fotos erlaubt. Es beherrscht das Standardrepertoire von Auto-Farbabgleich über Helligkeits- und Kontrastnachbearbeitungen bis hin zur Rote-Augen-Korrektur, Bild drehen oder Effekte hinzufügen. Und als Bonbon kann man mit dem PhotoDJ auch noch Text auf das Bild legen und beliebig platzieren.

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