Planungen

KDG baut Geschäft mit Internet und Telefonie übers TV-Kabel aus

Ab Spätherbst sollen 2,2 Millionen Haushalte in Bayern Triple-Play-fähig sein
Von dpa /

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland treibt das Geschäft mit Internetzugängen und Telefonie übers Fernsehkabel weiter voran. Nach Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie mehreren Bundesländern in Norddeutschland sollten auch die bayerischen Kabelnetze großflächig mit einem Rückkanal ausgestattet werden, teilte das Unternehmen heute in München mit. Der Ausbau in Bayern solle nach der Fußball-Weltmeisterschaft beginnen. Ab Spätherbst 2006 könnten dann rund 2,2 Millionen Haushalte im Freistaat mit dem so genannten Triple Play versorgt werden.

In den vergangenen beiden Jahren hatte KDG bereits in Bamberg, Bayreuth, Regensburg und Teilen Münchens die Kabelnetze aufgerüstet. Nun kämen viele weitere bayerische Städte wie unter anderem Amberg, Coburg, Nürnberg, Passau und Würzburg hinzu. Auch kleinere Gemeinden wolle man einbeziehen. Bayernweit würden rund 65 000 Kilometer Fernsehkabel für die neuen Triple-Play-Dienste aufgerüstet. In rund 20 000 Verteilerkästen müssten dafür die Verstärker ausgetauscht werden, hieß es.

Bisher bietet KDG Internet und Telefonie übers TV-Kabel großflächig in Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie in 15 größeren Städten an. In Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Teilen Niedersachsens könnten die ersten Kunden im Mai angeschlossen werden, sagte ein Unternehmenssprecher. Bisher hat KDG für dieses Angebot rund 80 000 Kunden, mehr als die Hälfte davon seien innerhalb der letzten drei Monate gewonnen worden, sagte der Sprecher.