CDMA

Nokia und Sanyo mit Joint Venture für CDMA-Handys

CDMA-Standard in den USA dominant und in Asien weit verbreitet
Von Christian Horn

Nokia und Sanyo [Link entfernt] wollen ein Joint Venture für die Produktion von CDMA-Handys gründen. Die Unternehmen haben bekannt gegeben, dass sie eine vorläufige Vereinbarung für das als eigenständiges Unternehmen geplante Projekt unterzeichnet haben. Abschließende Verträge sollen noch im zweiten Quartal dieses Jahres unterschriftsreif sein, der Beginn des operativen Betriebes sei für das dritte Quartal vorgesehen.

Die Hauptfilialen des Unternehmens sollen in San Diego, Kalifornien, und in Osaka und Tottori in Japan angesiedelt sein. CDMA ist in den USA der dominante Mobilfunkstandard und ist in verschiedenen Ländern Asiens weit verbreitet. Nach eigenem Bekunden streben die Unternehmen mit ihrem Joint Venture eine führende Position im weltweiten Markt für CDMA-Handys an.

Vorteile für beide Seiten

Die CDMA-Sparten der beiden Unternehmen ergänzen sich: Nokia hat CDMA-Handys der Einsteiger- und Mittelklasse im Portfolio und Geschäftsbeziehungen zu über 60 CDMA-Netzbetreibern weltweit. Sanyo baut CDMA-Handys der Mittelklasse und der High-End-Klasse und arbeitet mit Netzbetreibern in Japan und Nordamerika zusammen.

Marktbeobachter sehen in der Kooperation der beiden Unternehmen Vorteile für beide Seiten. Der finanziell angeschlagene japanische Elektronik-Konzern könne sich durch das Gemeinschaftsunternehmen die nötigen Ressourcen erschließen, um die kostenintensive Entwicklung neuer Handy-Modelle voranzutreiben. Nokia andererseits erhielte Zugang zu Sanyos Know-how beim Design von High-End-Handys. Über das Joint Venture könne Nokia auch der Einsteig in den schwierigen japanischen Handymarkt gelingen, spekulieren die Analysten.