Zulauf

ALDI Talk: Schon 300 000 Karten verkauft

Bestätigung für weitere Verlaufsaktionen
Von mit Material von ddp

Der Verkauf von Starterpakten und Aufladekarten für den ALDI Talk-Mobilfunktarifs hat die Erwartungen des ALDI-Lieferanten Medion übertroffen. "Wir haben in den 14 Tagen dieser Aktion 300 000 Prepaidkarten verkauft und liegen damit über unseren Erwartungen", sagte der Investor-Relations-Direktor Peter Staab heute in einem Interview. Gemeint sind dabei Aufladekarten, mit denen man das Guthaben auf den SIM-Karten um 15 bzw. 30 Euro nachladen kann. Zu den Verkaufszahlen der Starter-Pakete gibt es dagegen keine offiziellen Zahlen. In Branchenkreisen geht man von etwa 60 000 ALDI-Talk-Nutzern aus.

Staab erklärte ferner zum Verkaufsstopp, solche Aktionen seien immer zeitlich begrenzt. Er ergänzte, dass im kommenden Jahr weitere Starter-Pakete verkauft werden sollen, um den Kundenkreis weiter zu vergrößern. Auch wenn Staab keine Angaben zum Zeitpunkt eines neuen Angebots machte, bestätigt dies immerhin die Branchenberichte, denen zufolge der jetzt beendete Verkauf keine einmalige Aktion war.

Bestandskunden können ihre ALDI Talk-Karten uneingeschränkt weiter nutzen. Die Aufladekarten werden in den ALDI-Märkten weiterhin angeboten. Wie Tests der teltarif.de-Redaktion zeigten, ist die Aufladung ferner mit Free & Easy-Cash-Karten von E-Plus sowie über die elektronischen Aufladewege für die Free & Easy-Karte möglich. Offiziell sind diese Wege zur Nachladung des Guthabens allerdings nicht.

ALDI könnte Konkurrenz für simyo werden

Von simyo, dem schon Ende Mai gestarteten ersten Prepaid-Discounter im E-Plus-Netz, gibt es ebenfalls keine offiziellen Kundenzahlen. Nach Branchenberichten soll das Unternehmen knapp zwei Monate nach dem Start 100 000 Nutzer gewonnen haben. Bis Mitte August steigerte sich die Zahl auf 250 000. Derzeit dürfte bei rund 400 000 Kunden liegen.

simyo ist nur online erhältlich, während man ALDI Talk beim Einkauf quasi nebenbei bekommt. simyo ermöglicht zwar die bequemeren Aufladewege, erreicht aber nur Internet-Kundschaft, während ALDI sozusagen die Masse der Bevölkerung ansprechen kann, die ihre SIM-Karte und auch die Aufladekarten beim Einkauf nebenbei beziehen kann. Somit ist es durchaus wahrscheinlich, dass auch ALDI schon bald eine sechsstellige Kundenzahl hat.

In jedem Fall ist das Wachstum bei den Prepaid-Discountern deutlich größer als bei den Anbietern, die ähnliche Tarife auf Vertragsbasis anbieten. So hatte simply Ende Oktober - rund ein halbes Jahr nach Markteintritt mit 65 000 Kunden kaum mehr Nutzer als ALDI schon nach 14 Tagen.

ALDI bietet gegenüber simyo derzeit auch den günstigeren Telefontarif. Einem Minutenpreis von 15 Cent stehen 16 Cent bei simyo gegenüber. Dazu kommt, dass ALDI-Kunden untereinander für 5 Cent pro Minute telefonieren können. Inoffiziell gilt dieser Tarif derzeit sogar zu allen E-Plus-Kunden. Die Discounter im T-Mobile-Netz haben im Gegensatz zu simyo und blau.de auf den Markteintritt von ALDI durch Preissenkungen reagiert und auch T-Mobile selbst und Vodafone haben die Preise in den Tarifen Xtra Click & Go und CallYa Compact gesenkt. debitel-light hat zwar keinen neuen Tarif eingeführt, seine Vertriebswege aber auf den Lebensmittel-Discounter Plus erweitert.

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