Umbau

Panasonic: Keine GSM-Handys mehr für das Ausland

Japanischer Anbieter gibt dem Konkurrenzdruck nach
Von Björn Brodersen

Der Elektronikriese Matsushita gibt dem Konkurrenzdruck nach: Die Mobilfunksparte des japanischen Konzerns, Panasonic Mobile, wird keine GSM-Handys mehr für den Export produzieren. Stattdessen werde Panansonic künftig nur noch Linux-basierte UMTS-Handys für andere Märkte herstellen. Die Entscheidung sei Teil eines Restrukturierungsprogramms, in dem auch der Abbau von 1 000 Arbeitsplätzen sowie die Schließung der Niederlassung auf den Philippinen und von Werken in Tschechien und den USA vorgesehen ist, teilte Matsushita mit.

Grund für die neue Ausrichtung sei der intensive Wettbewerb auf dem Weltmarkt, das Unternehmen habe nicht mehr ausreichend Mittel und Kapazitäten, um auf dem GSM-Markt mit Herstellern wie Nokia oder Samsung mithalten zu können. In Europa besitzt Matsushita einen Marktanteil von weniger als einem Prozent. Durch das Ausrichten der gesamten Ressourcen auf mobile Endgeräte der nächsten Generation und durch das Zusammenfassen von Plattformen und Kerntechnologien für den japanischen Markt will Panasonic rentabler arbeiten und konkurrenzfähiger werden. Das Unternehmen rechnet mit Einsparungen von rund 58 Millionen US-Dollar.

Auch wenn noch kein UMTS-Modell von Panasonic auf dem deutschen Markt erschienen ist, so sind die Japaner doch international UMTS-Hersteller der ersten Stunde: Seit dem Start des FOMA-Dienstes in Japan im Jahr 2001 liefert Panasonic UMTS-Handys für NTT Docomo. Für den deutschen Markt gab es bisher lediglich eine Ankündigung zum ersten UMTS-Gerät von Panasonic, dem VS9.