3G

Welche UMTS-Dienste bieten die Netzbetreiber?

Highspeed-Surfen, Multimedia und Videotelefonie stehen im Mittelpunkt
Von Volker Schäfer

Seit knapp zwei Jahren werden in Deutschland die UMTS-Netze der Mobilfunkanbieter vermarktet. Dabei stand in den ersten Monaten die mobile Datenübertragung im Mittelpunkt. Downloadraten von bis zu 384 kBit/s sind derzeit in den UMTS-Netzen möglich. Das ist nicht ganz DSL-Niveau. Das soll sich im kommenden Jahr ändern, wenn die beiden D-Netze und o2 HSDPA anbieten. Bis zu 1,8 MBit/s im Downstream und in einem zweiten Schritt auch höhere Uploadraten als bisher versprechen die Netzbetreiber durch die Einführung dieser UMTS-Erweiterung. Damit könnten die Mobilfunknetze zu einer Ernst zu nehmenden Konkurrenz für andere Breitband-Internet-Anbindungen werden.

Online-Flatrate nur bei E-Plus

Schnelleres Surfen unterwegs Allerdings ist die Nutzung des UMTS-Internets im Moment noch recht teuer. Rund 100 Euro im Monat verlangen die Netzbetreiber für 1 GB Datenvolumen. Preiswerter ist das mobile Internet nur bei E-Plus, wo eine Flatrate für 39,95 Euro angeboten wird. Vodafone und o2 bieten zu Preisen zwischen 10 und 40 Euro UMTS-basierte Internet-Zugänge an, die jedoch nicht im gesamten Bundesgebiet, sondern nur in einem eng begrenzten Bereich z.B. rund um die eigene Wohnung nutzbar sind.

Durch die Internet-Angebote zur Nutzung zu Hause können die Mobilfunknetze zu einer Festnetz-Konkurrenz werden. o2 bot zwar mit Genion schon vor sechs Jahren einen Telefontarif für zu Hause mit Festnetznummer an. Vodafone zog im vergangenen Jahr mit dem Zuhause-Tarif nach. Es fehlte aber bislang die Möglichkeit, neben dem Telefonieren auch im Internet zu surfen. Diese Lücke wird nun durch UMTS und HSDPA geschlossen.

Die UMTS-Netze sind auch für ganz normale Telefongespräche nicht unwichtig. Nämlich überall dort, wo die Kapazitäten der GSM-Netze begrenzt sind und man mit einem GSM-Handy - z.B. auf Messen und Großveranstaltungen, in Innenstädten und Staus - nur ein Besetztzeichen hören würde. Überall dort können Nutzer eines UMTS-Handys auf das neue Netz ausweichen, das zusätzliche Kapazitäten bereithält.

1 2 3