Alternative

Erstes WiMAX-Netz für Privatkunden mit Flatrates gestartet

Start in Berlin-Pankow, weitere Großstädte sollen folgen
Von Thorsten Neuhetzki
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Die DBD Deutsche Breitband Dienste GmbH startet heute wie bereits berichtet in Berlin in Zusammenarbeit mit Intel das bundesweit erste Funknetz für Privatkunden auf Grundlage der standard-basierten WiMAX-Technik (IEEE 802.16-2004). Der Startschuss fällt im Ortsteil Pankow. Dort gibt es aufgrund von OPAL klein klassisches DSL, aber 70 000 Einwohner.

Schritt für Schritt werden nach Ankündigung des Unternehmens weitere Bezirke in Berlin folgen. Dabei hat DBD ein ergeiziges Ziel: Innerhalb der kommenden 18 Monate soll ganz Berlin mit dem WiMAX-Angebot versorgt sein. Unter der Marke MAXXtelekom [Link entfernt] sind ab sofort Datenkommunikation bis zu 3,5 MBit/s und Internet-Telefonie (VoIP) drahtlos möglich. Nach Heidelberg und Berlin will die DBD im kommenden Monaten eine weitere Städte erschließen. Um welche es sich handelt, wollte das Unternehmen heute auf der Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz nicht bekannt geben.

Kurth: "WiMAX schließt DSL-Lücken"

WiMAX in Pankow "Die neuen funkgestützten Breitband-Zugänge steigern das Angebot und die Möglichkeiten der Datenkommunikation", betont Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur anlässlich der offiziellen Eröffnung von MAXXtelekom in Berlin. Der vermehrte Wettbewerb durch neue drahtlose Breitband-Netze werde den Konsumenten zugute kommen. Es sei falsch, nur auf eine Technologie zu setzen. "Wir wollen eine möglichst gleichmäßige Versorgung aller Kunden erreichen", sagte er weiter. WiMAX sei dazu geeignet, weiße Flecken auf der Breitbandkarte zu reduzieren.

Unter der Marke DSLonair hat die DBD seit Anfang 2004 bereits über 20 Breitband-Funknetze zunächst in ländlichen Regionen aufgebaut, in denen die Telekom aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen kein DSL anbietet. Die Installation eines WiMAX-Anschlusses ist einfach. Oft genügt eine kleine Box mit integriertem Funkmodem, die an den Computer angeschlossen wird. Daran angeschlossen werden können dann WLAN-VoIP-Router und andere Geräte. Dort, wo kein direkter Funkkontakt möglich ist, hilft eine Antenne im Außenbereich. Demnächst werde es auch Laptop-Karten geben.

Eine Konkurrenz zu UMTS sieht Jürgen Thiel, Verkaufsdirektor von Intel, nicht. Viel mehr werde es Überlappungen geben und die einzelnen Technologien werden sich nach seiner Ansicht ergänzen.

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