Kredite

Primacom und Kreditgeber legen Streit bei

Deutsche Landgerichte lehnten Verhandlung der strittigen Fragen ab
Von dpa / Björn Brodersen
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Primacom, der Kabelnetzbetreiber aus Mainz, hat seinen Streit mit einem Konsortium von Kreditgebern endgültig beigelegt. Beide Parteien einigten sich auf einen Vergleich, nachdem sowohl das Landgericht in Mainz als auch das in Frankfurt eine Verhandlung der strittigen Fragen abgelehnt hatten, da dies Sache der englischen Justiz sei. Wie die Primacom heute in Mainz mitteilte, wird das Unternehmen mit der Zahlung von 375 Millionen Euro einen Kredit vom März 2002 in Höhe von 425 Millionen Euro auslösen.

Bereits vor einer Woche hatte Primacom den Verkauf seiner niederländischen Tochter Multikabel an einen internationalen Finanzinvestor für 515 Millionen Euro mitgeteilt. Dieser Verkauf ist ebenfalls Bestandteil des Vergleichs. Beide Seiten erklärten sich laut Primacom bereit, alle laufenden Gerichtsverfahren zurückzunehmen und auf weitere Ansprüche zu verzichten. Der Kabelnetz-Spezialist hatte 2004 einen Fehlbetrag von 113,5 Millionen Euro verbucht. Die Firma hat nach eigenen Angaben rund eine Million Kunden in Deutschland. Der Konzern hat rund 830 Beschäftigte.

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