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Nachgerechnet: Für wen lohnt sich die neue Telekom-Flatrate?

Welche Alternativen gibt es zu Call XXL Fulltime?
Von Thorsten Neuhetzki

Angesichts der ganz unterschiedlichen Voraussetzungen und Nebenerscheinungen ist es schwierig, die neue Flatrate der T-Com mit den Angeboten der Festnetz-Mitbewerber oder den Mobilfunkflatrates zu vergleichen. Dennoch stehen die unterschiedlichen Varianten durchaus in Konkurrenz zu einander.

Zu beachten gilt jedoch, welche Anforderungen der Kunde an seinen Anbieter hat. Dabei sollte er insbesondere darauf achten, wie es um den Internetzugang bei seinem neuen Anbieter bestellt ist. So ist ein Internetzugang über einen Mobilfunkanbieter teurer und langsamer, als mit einer DSL-Leitung. Vollanschlussanbieter hingegen schnüren gerade dann, wenn es um Highspeed-Internet und Flatrates geht, günstige und interessante Komplettangebote. Aber auch für Telekom-Kunden, die nur T-DSL oder Resale-DSL bekommen können, müssen nicht zwangsläufig die neue T-Com-Flatrate oder eine Mobilfunk-Flatrate nehmen, sondern können auf Internettelefonie setzen.

Überregional nutzbare Sprach-Flatrates

Stand: 05.10.2005
Angaben in Euro
T-Com
Call XXL
Fulltime
E-Plus
BASE
o2
Genion Flatrate
Arcor
ISDN Telefon Flat
1&1
Deutschland-Flatrate
mit VoIP-Flat
Einrichtungskosten 59,95 24,95 24,99 59,95 109,90 4)
Monatliche Kosten  
Telefonanschluss 15,95 keine 4,99 19,95 42,93 5)
Sprach-Flatrate 23,99 6) 25,00 9,99 19,95 9,99
Telefon-Gesamtpaket 39,94 25,00 14,98 39,90 52,92
Vertragsdetails  
Art des Anschlusses Analog Mobilfunk Mobilfunk ISDN Analog&VoIP
möglicher Internetzugang per T-DSL nur per GPRS/UMTS nur per GPRS/UMTS Arcor DSL 1&1 DSL inklusive
Festnetz-Rufnummer ja nein ja ja ja
Vertragslaufzeit 1 Monat 12 Monate 24 Monate 12 Monate 12 Monate
Verfügbarkeit bundesweit im E-Plus-Netz im o2-Netz 300 Ortsnetze bundesweit bei T-DSL-Verfügbarkeit
Nutzbarkeit der Flatrate am eigenen Anschluss im E-Plus-Netz innerhalb der Homezone am eigenen Anschluss am DSL-Anschluss
aktuelle Aktion keine bis 31.12.: E-Plus-Netz in Sprachflatrate inklusive bis 14.11.: 3 Monate keine Grundkosten für Flatrate, 6 Monate keine Grundkosten für Anschluss, keine Einrichtungskosten bis 31.10.: telefon flat für 9,95 Euro monatlich bei DSL flat und DSL 6000 (Gesamtpreis 59,85 Euro) bis 31.10.: keine Einrichtungskosten für DSL 6000 (24,99 monatlich)
Bemerkungen keine kein Internetzugang auf DSL-Niveau, hohe Auslandspreise Internetzugang per Surf@Home möglich kein Call by Call möglich DSL-Internetzugang samt Flatrate bereits im Komplettpreis inklusive
Gesprächspreise
pro Minute
 
Festnetz inklusive 1) inklusive
D-Netze 0,179 0,25 HZ 0,39, NZ 0,19 3) 0,185 0,229
E-Netze 0,199 E+: inklusive2)
o2: 25 Cent
E+: wie D-Netze
o2: inklusive
0,185 0,249
Ausland ab 0,046 ab 0,99 ab 0,11 ab 0,0185 ab 0,09
Abrechnungstakt 60/60 60/1 60/60 60/60 60/60

1) Nur innerhalb des T-Com-Netzes. Bei Gesprächen zu alternativen Anbietern kann ein Zuschlag von 0,2 Cent pro Minute anfallen.
2) Zudem unlimitierter SMS-Versand zu E-Plus-Handys inklusive.
3) Hauptzeit montags bis freitags 8 bis 18 Uhr, Rest Nebenzeit. Preis gilt nur mit der Option "mobile option".
4) Anschlusskosten für den Telefon-Anschluss und den DSL-Anschluss.
5) Monatliche Grundkosten für den Telefon-Anschluss (15,95), den DSL-Anschluss (16,99) und die DSL-Flatrate (9,99), da alle drei Voraussetzung für Telefon-Flatrate-Angebot sind.
6) Bei ISDN-Anschluss 24,00 Euro

Tabelle: teltarif.de; Die Verwendung der Tabelle ist für redaktionelle Zwecke bei Abdruck von Logo und Quellenangabe www.teltarif.de honorarfrei.

Fazit: Telekom ist nicht so schlecht wie der Ruf

Für all jene, die weder im Ausbaugebiet von o2 wohnen, noch DSL oder einen Zugang bei einem alternativen Anbieter bekommen kann, für den bleibt die T-Com-Flatrate die einzige Alternative. Dass diese gerade für Vieltelefonierer überlegenswert ist, zeigt der Vergleich mit Call by Call und Pre-Selection. Voraussetzung ist aber, dass jeden Monat entsprechend viel telefoniert wird, da der monatliche Grundpreis von 24 Euro unabhängig von der jeweiligen Nutzung berechnet wird.

In der Regel dürften solche private Vieltelefonierer nur in Familien mit Kindern oder bei getrennt lebenden Paaren zu finden sein. Hier dürfte die Telefonrechnung deutlich entspannt werden, wenn man den Kindern beibringt, dass Anrufe zu Handys kostenpflichtig bleiben und auch der Anruf auf die Genion-Festnetznummer nicht vollkommen ohne weitere Berechnung bleibt.

Wer hingegen Wechselwillig ist und auch entsprechende Möglichkeiten dazu hat, für den bietet sich entweder ein kompletter Wechsel des Anschlusses oder aber die Nutzung der Internettelefonie an. Welche Anbieter es neben unserem Beispiel 1&1 gibt, haben wir in einem weiteren Ratgeber zusammengefasst. Ein kompletter Wechsel zum Mobilfunk kann aufgrund des vergleichsweise teuren Internetzugangs und der zumindest bei Base fehlenden Festnetznummer nur bedingt empfohlen werden. Wer hingegen durch Studentenwohnheim oder Kabelnetzanbieter mit Internet versorgt ist, wird mit Genion oder Base viel Geld sparen. Und wer ohnehin viel mobil ist, der wäre auch sonst nicht per Festnetznummer erreichbar.

Nachgelegt: Tele2 unterbietet T-Com

Inzwischen hat der erste T-Com-Mitbewerber reagiert: Der Pre-Selection-Anbieter Tele2 bietet ab sofort eine Telefon-Flatrate für monatlich 19,95 Euro an. Alle Informationen zu diesem neuen Tarif, der in diesem Vergleich noch nicht berücksichtig werden konnte, erhalten Sie in einer weiteren Meldung.

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