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Satellitentelefonie-Betreiber Iridium mit 127 000 Kunden

20-prozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr
Von Christian Horn
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"Ja, es gibt Iridium immer noch, und, ja, sie haben immer noch kaum Nutzer", höhnt der amerikanische Technikblog Techdirt angesichts der in Iridiums Halbjahresbericht 2005 veröffentlichten Kundenzahl von 127 000 Kunden zum Ende Juni 2005. Der Satellitentelefonie-Betreiber hatte Ende der neunziger Jahre mit einer spektakulären Pleite Schlagzeilen gemacht, als das Unternehmen, dessen Aufbau fünf Milliarden US-Dollar (4,03 Milliarden Euro) gekostet hatte, bankrott ging, sich dann aber mit einer Auslösesumme von 25 Millionen US-Dollar (20,19 Millionen Euro) Anfang 2001 neu formieren konnte. Techdirt rechnet schadenfoh vor, dass ein Iridium-Kunde heute 39 000 US-Dollar (31 507  Euro) wert ist, wenn man die aktuell 127 000 Kunden auf die fünf Millarden US-Dollar der Anfangsinvestition bezieht.

Dabei stellt die aktuelle Kundenzahl immerhin eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber der Kundenzahl Mitte 2004 und eine elfprozentige Steigerung zu der Kundenzahl von 114 000 am Ende des Jahres 2004 dar. Die Umsätze in den ersten sechs Monaten des Jahres 2005 sind dem Halbjahresbericht zufolge dem Vergleichszeitraum des Jahres 2004 gegenüber um 27 Prozent gestiegen.

Das Satellitennetz von Iridium zeichnet sich durch die globale Abdeckung der Kontinente, der Weltmeere und selbst der Polarregionen aus. 66 Satelliten in erdnahem und zwölf Satelliten in erdfernem Orbit stricken ein lückenloses, weltweites Satelliten-Funknetz. Der traditionell größte Iridium-Kunde ist die amerikanische Regierung und hier allen voran das Verteidigungministerium. Die Basis der industriellen Kunden, wie Reedereien, Fluglinien oder Unternehmen aus dem Bereich der Bodenschatzförderung, verzeichnete dem Halbjahresbericht zufolge ein stärkeres Wachstum und soll jetzt etwa viermal so groß sein wie die Kundenbasis aus dem militärischen Sektor.

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