Jubiläum

1 000 Tage Rufnummernportierung im Mobilfunk

Vor allem o2 konnte dank Genion Kunden gewinnen
Von Volker Schäfer
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Seit genau 1 000 Tagen ist es auch in Deutschland möglich, beim Wechsel des Mobilfunk-Anbieters seine Handynummer zu behalten. Damit haben beispielsweise T-Mobile-Kunden, die zu E-Plus wechseln, die Möglichkeit, ihre bestehende und bei Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern bekannte Rufnummer im neuen Netz weiter zu nutzen. Aber auch bei einem Wechsel des Service-Providers bleibt die gewohnte Nummer auf Wunsch erhalten.

Damit können nun z.B. auch langjährige mobilcom-Kunden unter Beibehaltung ihrer Telefonnummer z.B. zu debitel oder auch direkt zum Netzbetreiber wechseln. Selbst die Mitnahme der Mobilfunknummer zu einer Prepaidkarte ist möglich - vorausgesetzt, der Anbieter, zu dem man wechseln möchte, bietet diesen Service an.

Das ist leider nicht in jedem Fall gewährleistet. Allerdings sind die Netzbetreiber und Provider auch nicht verpflichtet, Kunden mit Rufnummern anderer Anbieter aufzunehmen. Lediglich umgekehrt besteht die Verpflichtung, eine Handynummer an einen anderen Anbieter abzugeben, wenn der Kunde, der diese Nummer nutzt, das wünscht.

Technische Probleme gehören der Vergangenheit an

Gab es in den ersten Tagen nach Freigabe der Rufnummernportierung noch technische Probleme, so dass Handyfans, die ihre Nummer zu einem anderen Anbieter mitgenommen hatten, teilweise tagelang nicht erreichbar waren, so klappt die Umstellung inzwischen fast immer nahezu ohne Ausfälle. In der Regel schaltet der abgebende Provider die SIM-Karte am Portierungstag gegen Mitternacht ab und der neue Anbieter aktiviert die Nummer innerhalb von etwa 30 bis 60 Minuten.

Während sich der abgebende Anbieter die Portierung in der Regel mit Preisen zwischen 20 und 30 Euro bezahlen lässt, kostet die Übernahme der Rufnummer beim neuen Provider in der Regel nichts. Vorbei sind allerdings auch die Zeiten, in denen beispielsweise o2 MNP-Kunden sogar die Wechselgebühr in Form von Gesprächsguthaben erstattet hat.

o2: Portierung auch auf bestehende Verträge

Ansonsten ist o2 nach wie vor einer der Anbieter, der Rufnummernportierungen besonders offen gegenübersteht. So sind bei dem Münchener Netzbetreiber auch Portierungen auf bestehende Verträge möglich. T-Mobile und Vodafone akzeptieren mitgebrachte Handynummern in der Regel nur bei Abschluss eines neuen Vertrags. E-Plus portiert in der Regel aus Kulanz auch auf bestehende Verträge.

Wer seine Nummer zu einem der beiden D-Netze portieren möchte, ohne gleich einen neuen Vertrag abzuschließen, hat aber dennoch eine Möglichkeit: T-Mobile und Vodafone ermöglichen auch die Rufnummernmitnahme auf Prepaidkarten, während die beiden kleineren Netzbetreiber bei der Übernahme fremder Handynummern Laufzeitverträge voraussetzen.

Hat man neben der Prepaidkarte auch einen Vertrag bei dem jeweiligen Netzbetreiber, so ist es auch möglich, eine kostenlose netzinterne Rufumleitung auf die Vertragskarte zu legen. Damit ist man unter der portierten Nummer erreichbar, obwohl man eigentlich eine andere Karte nutzt. Einziger Nachteil: Für eingehende SMS und MMS funktioniert die Umleitung freilich nicht.

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