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Roamingkosten sparen mit Riiing Mobile

Günstiges Handy-Telefonieren im Ausland nicht ohne Tücken
Von Volker Schäfer

Die Abwicklung der Bestellung klappt nach den Erfahrungen der teltarif.de-Redaktion recht schnell und zuverlässig. Probleme gab es in den letzten Wochen dagegen bei mehreren Versuchen, die Prepaid-Karte nachzuladen. GlobalSim bietet sowohl die direkte Aufladung des gewünschten Betrags auf die Karte als auch den Versand des Aufladecodes per E-Mail an. Leider werden als Aufladebeträge nur noch 25 und 50 Euro angeboten. Noch im Frühjahr konnten Gelegenheitsnutzer auch 15 Euro auswählen.

Mehrere Aufladeversuche der teltarif.de-Redaktion in den letzten Wochen schlugen fehl bzw. wurden erst nach mehrfacher Nachfrage und mit großer zeitlicher Verzögerung durchgeführt. Das ist nicht nur deswegen ärgerlich, weil man nach Verbrauch des Guthabens nicht mehr selbst telefonieren kann, sondern wirft auch ein negatives Licht auf den Händler. Die Riiing-Nummer ist ohne Guthaben auf der Karte auch nicht mehr erreichbar - auch in Ländern, in denen eingehende Gespräche kostenlos sind. Alternativ muss man in solchen Fällen dann wieder zum teureren Roaming-Handy greifen oder sich zusätzlich eine lokale Prepaid-Karte kaufen, was wiederum Kosten verursacht, die man durch den Kauf der Riiing-Karte eigentlich vermeiden wollte.

Problemlos klappt die Aufladung dagegen über die direkt von United Mobile unterhaltene Homepage www.riiing.de [Link entfernt] . Hier kann alternativ zu 25 und 50 Euro auch nach wie vor ein Aufladebetrag von 15 Euro ausgewählt werden. Die SIM-Karte selbst ist bei riiing.de allerdings nicht erhältlich.

In Deutschland beide D-Netze nutzbar

In Deutschland bucht sich die Riiing-Karte in beide D-Netze, nicht aber bei E-Plus und o2 ein. Sowohl abgehende, als auch ankommende Anrufe sind problemlos möglich. Ebenfalls positiv waren die bisherigen Tests der teltarif.de-Redaktion in Großbritannien und Irland, Luxemburg und Frankreich, Österreich und der Schweiz, Bulgarien, Südafrika und der Türkei.

In Spanien kam es in Spitzenzeiten zu Erreichbarkeitsproblemen. Ursache hierfür dürfte aber die Überlastung der örtlichen Mobilfunknetze sein. Auch in Schweden war die Riiing-Karte nicht immer erreichbar und die Rückrufe kamen teilweise nicht an. In Nigeria war zwar das Einbuchen ins lokale GSM-Netz möglich. Allerdings kamen weder eingehende, noch abgehende Telefonate durch.

Mit Callback Minutenpreis auf 10 Cent senken

Wer die Gesprächskosten mit Riiing Mobile noch weiter senken möchte, kann zusätzlich einen Callback-Dienst anmelden und die Verbindungen darüber herstellen. Günstig sind vor allem die amerikanischen Anbieter Enlina und Callbackworld [Link entfernt] mit Minutenpreisen von umgerechnet 10 bzw. 12,5 Cent ins deutsche Festnetz. Die Sprachqualität bei beiden Callbacks ist nach den Erfahrungen der teltarif.de-Redaktion recht gut.

Allerdings sollte man nicht ausschließlich über Callback telefonieren, denn Riiing Mobile erwartet mindestens ein kostenpflichtiges Gespräch innerhalb von neun Monaten. Weitere Grundgebühren oder Mindestumsätze gibt es aber nicht.

Fazit

Riiing Mobile bietet für viele Reiseziele die Möglichkeit, zu günstigen Konditionen vom Handy aus zu telefonieren. Die Erreichbarkeit ist allerdings eingeschränkt. Ferner kann man sich naturgemäß nicht darauf verlassen, dass die Mischkalkulation für den jetzigen Tarif dauerhaft aufgeht. Somit sollte man nicht mehr Guthaben auf die Karte aufladen, wie man für den nächsten Urlaub benötigt. Wenn einige Monate später erneut ein Auslandsaufenthalt ansteht, kann man den Kontostand abfragen und ggf. aufstocken. Dies gilt vor allem auch deshalb, da United Mobile, wie jeder andere Prepaid-Anbieter auch, die Preise im Zeitverlauf ändern bzw. erhöhen kann und das heute attraktive Angebot nicht zwingend auch in zwei oder drei Jahren noch attraktiv sein muss.

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