DSL-Flatrate

Wie gehen DSL-Provider mit Powerusern um?

Nicht überall sind die Vielnutzer gern gesehen
Von Rebecca Burkhardt

Wie bereits berichtet, wurden DSL-Kunden, die bei 1&1 eine unbegrenzte Flatrate bestellt hatten, vorzeitig aus dem Vertragsverhältnis entlassen. Mit der Begründung, die in Anspruch genommene Datenmenge sei zu hoch gewesen und damit habe das Unternehmen nicht kalkuliert. teltarif.de fragte andere DSL-Anbieter, die eine unbegrenzte Flatrate für unter 10 Euro im Monat anbieten, wie diese mit Powerusern umgehen. Gibt es auch hier trotz angeblich unbegrenzter Flatrate-Angebote Einschränkungen bei Dauer und Volumen des Surfens? Die Anfragen der Redaktion bei den Pressestellen ergab, dass jedes Unternehmen anders handelt.

GMX bietet eine unbegrenzte Flatrate ab 4,99 Euro im Monat an. Die Pressestelle gab an, dass Kunden, die diese sehr intensiv nutzen, dort genauso behandelt werden wie solche, die nur gelegentlich im Internet surfen und sie da keine Unterschiede machen. Bei den Flatrates gibt es keine Einschränkungen, weder bei der Dauer des Surfens noch beim Volumen. Man habe sich bewusst für eine unlimitierte Flatrate entschieden.

Wie wir bereits berichtet haben gibt es auch bei Strato keine Zeit - und Volumenbeschränkung. Und auch das frühere Bandbreitenmanagement, mit dem vor allem Peer2Peer-Applikationen ausgebremst werden sollten, wurde vor Kurzem abgeschafft.

Die Aussage von GMX und Strato teilten unter anderem auch die T-DSL-Provider Congster und Callero, der DSL-Reseller 3U Telecom und die Vollanschluss-Anbieter Hansenet, Versatel und Tropolys.

Mögliche Einschränkungen bei Tiscali

Bei Arcor gibt es ebenfalls keine Einschränkungen, außerdem teilten die Eschborner ergänzend mit, es gäbe zu keinem Zeitpunkt eine Portsperre oder Datendrosselung. Die Pressestelle fügte ihrer Aussage noch hinzu, dass eine Ausgrenzung der intensiven Nutzer der Idee und dem eigentlichen Angebot einer Flatrate widersprechen würden. Lycos teilte mit, es fände keine Trennung von etwaigen Nutzergruppen statt. Allerdings könnten sie den Kunden Tarife empfehlen, die dessen Nutzungsverhalten angepasst seien. Einschränkungen bei Diensten wie beispielsweise beim Filesharing gibt es nicht.

Tiscali behält sich dagegen vor, Dienste wie das Filesharing in ihrer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit einzuschränken. Aufgrund dieser Lösung, so die Pressestelle, stellten Vielnutzer kein Problem dar.

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