Erweiterung

simyo plant weitere Auflademöglichkeiten

Technische Probleme in den letzten Tagen
Von Volker Schäfer

Kaum eine Woche nach dem Start sind beim neuen Mobilfunk-Discounter simyo bereits weitere Features geplant. So soll es künftig weitere Auflademöglichkeiten geben, wie die Kundenbetreuung auf Anfrage von Nutzern mitteilte. Derzeit können die Prepaidkarten im passwortgeschützten Kundenbereich auf der simyo-Homepage mit Kreditkarte bezahlt werden. Wenn die Erstaufladung bereits mit Kreditkarte durchgeführt wurde, sind die Daten der Karte hier sogar noch hinterlegt. 10, 25 und 50 Euro sind als Aufladebeträge bereits vorgegeben. Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen individuellen Wert einzugeben. simyo gibt offiziell an, dass die Aufladungen innerhalb einer Stunde vorgenommen werden. In der Regel sind die aufgeladenen Beträge aber bereits nach wenigen Minuten der Karte gutgeschrieben.

Alternativ kann man den gewünschten Betrag auch unter Angabe der eigenen simyo-Rufnummer überweisen. Cash-Karten wie z.B. bei der Original-Free&Easy-Karte von E-Plus gibt es nicht. Während Schwarzfunk-Karten des E-Plus-Resellers uboot.com mit Free&Easy-Ladebons aufgeladen werden können, ist dies bei simyo nicht möglich.

Für Kunden, die sich nicht ständig darum kümmern möchten, ob sie noch genügend Guthaben auf ihrer Karte haben, soll es nach Angaben des simyo-Serviceteams in Zukunft auch die Möglichkeit geben, einen bestimmten Betrag festzulegen, der monatlich z.B. von der Kreditkarte abgebucht und der Handy-Prepaidkarte gutgeschrieben wird. Ferner geplant sei auch eine automatische Aufladung bei Unterschreiten eines bestimmten Guthaben-Stands. Ähnliches kennt man bereits von Calling Cards, wo man auch beispielsweise eine automatische Aufladung um 50 Euro vornehmen kann, wenn das Guthaben den Betrag von 10 Euro unterschreitet. Noch keine Informationen gibt es dazu, wann die zusätzlichen Auflademöglichkeiten tatsächlich verfügbar sein werden.

Technische Probleme bei der Aufladung

In den letzten Tagen gab es teilweise technische Probleme bei der Nachladung von simyo-Karten. Teilweise wurde den Kunden nach einem Aufladeversuch im Internet angezeigt, dass die Aufladung nicht erfolgen könne. In der nächsten Zeile war zu lesen, dass es nicht sicher sei, ob die Aufladung geglückt sei oder nicht. Auch die Kundenbetreuung konnte nicht weiterhelfen. Ein versprochener Rückruf zur Klärung der Situation blieb nach einer fehlgeschlagenen Testaufladung der teltarif.de-Redaktion aus.

Mailbox nimmt Anrufe vorschnell entgegen

Ein weiterer Kritikpunkt ist derzeit die bei E-Plus übliche Zwangsmailbox. Während simyo in seiner Produktbeschreibung angibt, dass die Umleitung zum netzinternen Anrufbeantworter bei Nichtentgegennahme eines Anrufs nach 30 Sekunden erfolgt, übernimmt die Mailbox in der Praxis schon nach 20 Sekunden die Anrufe. Das ist oft zu kurz, z.B. im Auto oder wenn man das Klingeln des Telefons auf einer belebten Straße nicht sofort hört. Die simyo-Geschäftsführung sagte auf Anfrage von teltarif.de dazu, sich dem Problem anzunehmen. Bei Original-Free&Easy-Karten übernimmt die Mailbox nach 25 Sekunden nicht entgegengenommene Telefonate.

simyo erfreut sich auch in der zweiten Woche nach dem Vermarktungsstart einer großen Beliebtheit. Inzwischen wurden weitere Rufnummernkreise für den Provider geöffnet. Neben Rufnummern mit der Vorwahl 0163 gefolgt von den Ziffern 69 werden nun auch Nummern mit der Anfangsziffer 7 vergeben.