Erfahrungsbericht

DSLonair: Ein Leser berichtet

Angebot überzeugt durch gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Von Björn Brodersen

Wer in nicht mit DSL versorgten Gebieten lebt, muss zumeist auf teure Alternativtechnologien ausweichen, wenn er schnell im Internet surfen möchte. Eine solche Alternative bietet seit einiger Zeit die Heidelberger DBD Deutsche Breitbanddienste GmbH in ausgewählten ländlichen Regionen in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen unter dem Namen DSLonair [Link entfernt] an: Das Unternehmen schließt Haushalte über WiMAX und WiFi-Funksysteme drahtlos an das schnelle Internet an. Vom Haus des Kunden werden die Signale über die aufgestellten Sendestationen bis zur nächsten Basisstation des Unternehmens geleitet und dort in das Kabelnetz übergeben.

Seit vergangenem Monat arbeitet DSLonair an der Erschließung neuer Regionen, 500 000 angebundene Haushalte lautet das ehrgeizige Etappenziel. Ob dieses Ziel erreicht wird, hängt vor allem von der Qualität des Internetzugangs und den Kosten für den Kunden ab. Wir haben einen DSLonair-Kunden nach seinen Erfahrungen mit dem Funk-DSL gefragt. Sein Urteil: Das Angebot überzeugt durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und empfiehlt sich für jeden, der kein kabelgebundenes DSL bekommen kann.

Mindestzahl an Interessenten war nicht erforderlich

Im Wohnort unserer Testperson - Lennestadt in Nordrhein-Westfalen - bietet die Deutsche Telekom kein DSL an, denn es ist Glasfaserland. Neben DSLonair, das seine Internetzugänge dort und in umliegenden Ortschaften seit knapp zwei Monaten anbietet, gibt es nur zwei weitere Alternativen zum Internet-Turbo: Die Internetverbindung per Satelliten-DSL mitsamt dem eigenen Datenversand über den 53,6 kBit/s schnellen Mobilfunkstandard GPRS oder einen zusätzlichen Schmalbandzugang bzw. das komplette Surfen mit bis zu 128 kBit/s über ein ISDN-Modem. "Das Netz ist in vielen Ortschaften verfügbar und bei vielen Anwendern bekannt", sagt unser Informant, der die Kundenzahl in der Umgebung auf rund 500 schätzt.

Damit die Ortschaft überhaupt erschlossen wurde, sei seines Wissens keine Mindestzahl an Interessenten oder Anmeldungen nötig gewesen. Geebnet wurde der Weg für den Aufbau der Sendemasten durch Informationsveranstaltungen, die der örtliche Ansprechpartner von DSLonair, die Innofactory, für die Einwohner durchführte. Dabei seien die Teilnehmer über die Funktechnik informiert sowie Bedenken der Bewohner diskutiert und Fragen beantwortet worden. "Die Bewohner haben das neue System positiv aufgenommen und freuen sich, nun endlich den DSLonair-Dienst nutzen zu können", bewertet unsere Kontaktperson diese Treffen.

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