Kooperation

Steigen Taiwanesen bei Siemens ein?

Süddeutsche Zeitung berichtet von Kooperationsplänen
Von dpa / Björn Brodersen

Der Technologiekonzern Siemens kommt nach Informationen der Süddeutschen Zeitung einer Lösung für seine angeschlagene Handysparte offenbar näher. Der taiwanesische Elektrokonzern Acer habe Interesse an einem Einstieg in das defizitäre Geschäftsfeld, berichtet das Blatt in der morgigen Ausgabe. Nach Angaben aus Finanzkreisen seien die Verhandlungen bereits weit fortgeschritten. Auch die Gespräche mit anderen Interessenten würden fortgesetzt.

Die Acer-Geschäftsführung habe eine Stellungnahme abgelehnt. "Das kommentieren wir nicht", zitiert die SZ auch einen Siemens-Sprecher. Er kündigte jedoch an, der Konzern werde bei der Vorlage seiner Halbjahres-Bilanz am Mittwoch in Lissabon zur Zukunft der Kommunikationssparte Stellung beziehen.

Nach SZ-Informationen geht es bei den Verhandlungen mit Acer um eine Kooperation und nicht um einen Komplettverkauf des Geschäftsfeldes. Acer mit Sitz in Taipeh ist in Europa vor allem als Computerhersteller bekannt geworden, will aber sein Geschäft mit Multimedia-Elektronik in Zukunft ausbauen, heißt es in dem Bericht, der der dpa in redaktioneller Fassung vorlag.