Rückblick

Das waren die CeBIT-Highlights

UMTS/HSDPA, DSL, VoIP, WiMAX - alles wächst zusammen
Von Björn Brodersen

Gestern ging die CeBIT zu Ende: Aus Sicht der Anbieter hat die diesjährige Computermesse in Hannover gezeigt, dass es mit der High-Tech-Branche wieder bergauf geht. Rund 6 300 Aussteller - mehr als die Hälfte davon aus dem Ausland - präsentierten neue Produkte aus den Bereichen Computer und Internet, Mobilfunk sowie Unterhaltungselektronik. Zu den Schwerpunkten zählten dabei die Handy-Technik UMTS, der breitbandige Internetzugang sowie das digitale Zuhause. Das allgegenwärtige Schlagwort hieß aber Konvergenz. Wir fassen für Sie noch einmal unsere Höhepunkte der diesjährigen Produktschau zusammen.

Handyvorstellungen: Klarer Punktsieg für Koreaner

Samsung SGH-i300 Bei den Handy-Neuvorstellungen hat der Hersteller Samsung einen klaren Punktsieg erzielt. Viele Blicke zog beispielsweise das Musik-Smartphone SGH-i300 mit einem 3 GB internen Festplattenspeicher auf sich. Mit dem V770 stellten die Koreaner dagegen das erste Mobilfunkgerät mit einer 7-Megapixel-Kamera vor, das allerdings vorerst nur auf dem asiatischen Markt erhältlich sein wird. In Deutschland setzt dagegen das UMTS-Handy SGH-Z700 mit einer 3-Megapixel-Kamera neue Maßstäbe. Diese lässt sich bedienen wie eine herkömmliche Digitalkamera. Toshiba TS 921

Außerdem erwähnenswert: Sony Ericssons W800i. Mit dem Walkman-Handy können die Handybesitzer Musik hören, telefonieren, fotografieren und Videos aufnehmen. Das W800i wurde mit einem digitalen Music-Player von Walkman-Qualität mit bis zu 30 Stunden Akkudauer und einer 2-Megapixel-Kamera ausgestattet und baut auf der Tradition der bekannten Sony Walkman-Player auf. Dagegen hat Toshiba mit dem TS 921 sein erstes UMTS-Gerät vorgestellt, Siemens mit dem SXG75 das erste selbst entwickelte 3G-Modell.

Der UMTS-Beschleuniger HSDPA

Überraschend zurückhaltend in Sachen UMTS zeigten sich in Hannover drei der deutschen Mobilfunknetzbetreiber T-Mobile, E-Plus und o2. Während Vodafone bereits im vergangenen Jahr die Massenvermarktung des schnellen Mobilfunkstandards gestartet hat und verstärkt versucht, die privaten Nutzer für das UMTS-Angebot zu begeistern, warten die Wettbewerber noch ab. So trägt der zweitgrößte deutsche Mobilfunkanbieter zwar noch die alleinige Last bei der Vermarktung, konnte den Besuchern der CeBIT dafür aber auch die Highlights im UMTS-Bereich präsentieren. Dazu gehörten nicht nur die fünf neuen UMTS-Handys, die neue UMTS-PC-Karte mit verbesserter Technik und die neuen UMTS-SpezialPakete.

Beispielsweise konnte man sich im Vodafone-Pavillon mit Hilfe eines Prototypen einer entsprechenden Datenkarte von der Leistungskraft des neuen Datenübertragungsstandards HSDPA (High-Speed-Downlink-Packet-Access) überzeugen. Damit kann man zukünftig so schnell wie mit DSL Daten übertragen und im Internet oder in den mobilen Portalen surfen. Mitarbeiter des Düsseldorfer Unternehmens luden und spielten Videostreams aus dem Live!-Portal per HSDPA auf dem Notebook ab - lange Wartezeiten gehören dank der neuen Technologie bald der Vergangenheit an. Mit dem UMTS-Beschleuniger sind unter idealen Voraussetzungen Übertragungsraten von bis zu 14,4 MBit/s möglich, in der Praxis wird es aber wohl auf eine Geschwindigkeit von bis zu 2 MBit/s hinauslaufen.

Vodafone-Pressesprecher Heiko Witzke rechnet mit einem Marktstart am Anfang des kommenden Jahres, schließlich müsse kein neues Netz gebaut, sondern das bestehende lediglich auf HSDPA angepasst werden.

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