Verkauft

Vodafone zahlt Milliarden für Einstieg in Tschechien und Rumänien

Mobilfunkkonzern übernimmt Oskar Mobil und Mobifon
Von AFP / Thorsten Neuhetzki

Der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone steigt für insgesamt 4,4  Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) in die Mobilfunkmärkte in Tschechien und Rumänien ein. Für diesen Preis kauft das Unternehmen den tschechischen Anbieter Oskar Mobil [Link entfernt] und den rumänischen Marktführer Mobifon [Link entfernt] , wie Vodafone und der bisherige Eigner, der kanadische Konzern Telesystem International Wireless (TIW), in London mitteilten. Oskar ist seit März 2000 auf dem Markt und damit der neueste der tschechischen Mobilfunkbetreiber. Das Unternehmen hat 1,8 Millionen Kunden und einen Marktanteil von 17 Prozent. Die 1997 gegründete MobiFon kommt mit 4,9 Millionen Kunden in Rumänien auf einen Marktanteil von 48 Prozent.

Vodafone-Chef Arun Sarin erklärte, beide Unternehmen seien schnell wachsende Anbieter in ihren Märkten. Ihnen kämen nun die weltweiten Dienstleistungen von Vodafone mit weltweit 150 Millionen Kunden zugute. Ein Vodafone-Sprecher sagte auf Anfrage, das Unternehmen rechne damit, dass der Verkauf im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werde.

Vodafone zahlt im Detail 3,5 Milliarden Dollar in bar und übernimmt zudem Schulden in Höhe von 950 Millionen Dollar. Das Unternehmen bekommt dafür von TIW 100 Prozent der Anteile an Oskar Mobil sowie 79 Prozent an MobiFon, wo die Briten schon einen Anteil von 20 Prozent halten.