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Samsung will weiterhin Top-Geräte bauen

Nicht nur Handys werden kleiner und schicker

Samsung Headquarter Dreifacher optischer Zoom, Autofokus, austauschbare Linse, auf Wunsch manuelle Aufnahmeoptionen und 7-Megapixel-Chip: Das ist nur ein Auszug aus der Feature-Liste des neu vorgestellten Kamera-Handys SCH V770 von Samsung. Unzweifelhaft, wohin Samsung mit derartigen Geräten will: An die Weltspitze. Wer die begehrtesten Handys, Displays oder Laptops herstellt, darf auch ruhig etwas teurer sein. In vielen Fällen werden die Verbraucher trotzdem zugreifen. 2004 sieht sich Samsung beispielsweise nach Stückzahlen als weltweit drittgrößten Handyhersteller, nach Umsatz aber bereits als zweitgrößten, noch vor Motorola. Und die Koreaner kommen mit einem Selbstbewusstsein auf die CeBIT, das reicht, um auch die bisherige Nummer 1, Nokia, demnächst anzugreifen.

Verbesserte Sound-Eigenschaften erwartet sich Samsung durch das geeignete Zusammenspiel diverser Technologien: Zunächst die geeigneten Datenformate (AAC, AAC+, MP3 und Real), dann die geeigneten Speichermedien (Flash-Karten mit ausreichend freiem Platz), und schließlich speziell angepasster Equalizer und Leistungsverstärker im Handy.

UMTS-Turbo HSDPA im Mittelpunkt der technischen Entwicklungen

Bei den technischen Entwicklungen sieht Samsung dieses Jahr aber vor allem 3G/UMTS sowie den "UMTS-Turbo" HSDPA im Mittelpunkt. Ein HSDPA-fähiges Handy wurde angekündigt, allerdings noch ohne konkrete Produktnummer. Bei den Diensten sieht man "Push-to-All" im Mittelpunkt, Samsungs neuem "Buzzword" für die Kombination von Push-to-Talk, Push-to-Data und Push-to-View. Letzteres bedeutet die Übertragung von Videos per Knopfdruck, ähnlich der Übertragung von Sprache bei Push-to-Talk. Auch Samsung setzt auf HSDPA

Im Heimbereich werden die Geräte zunehmend vernetzt werden - wenn auch Samsung nicht immer weiß, welches der optimale Vernetzungsstandard ist. Treu der Firmenphilosophie, lieber ein Gerät zu viel als zu wenig vorzustellen, wird es folglich gleich drei Lösungen für "mobile printing" geben: eine kabelgebundene, eine per Bluetooth und eine per IrDA. Alle werden es ermöglichen, mit dem Handy geschossene Bilder direkt auszudrucken.

Bezüglich Fernsehen und Video auf dem Handy scheint Samsung ebenfalls die beiden sich abzeichnenden Standards DVB-H und T-DMB künftig unterstützten zu wollen. Dazu gestellt sich dann noch S-DMB - "Digital Multimedia Broadcast" über Satellit.

Ein eigenes Süppchen scheint Samsung beim Thema "WiBro" - "Wireless Broadband" zu kochen. Eine neue Technik im Frequenzband um 2,3 GHz, mit 10 MHz Bandbreite und bis zu 50 MBit/s, will man binnen eines Jahres einführen. Das neue Produkt würde dabei mit WiMAX konkurrieren, das über vergleichbare Parameter verfügt.

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