Leistungsstark

DVB-H in Berlin nun mit 50 000 Watt

Medienanstalt Berlin-Brandenburg stärkt Fernsehen auf dem Handy
Von Thorsten Neuhetzki

Auf den Berliner Fernsehtürmen Alexanderplatz und Schäferberg sind zwei leistungsstarke Sender für DVB-H in Betrieb genommen worden. Sie senden auf dem Fernsehkanal 39, auf dem vor der Einstellung der analogen terrestrischen Fernsehübertragung das Fernsehen des SFB übertragen wurde. Der Kanal wird nicht mit der Zielrichtung des stationären Fernsehempfangs genutzt, wie er bei DVB-T im Vordergrund steht, sondern für Angebote, die sich an Handheld-Geräte (H in DVB-H steht für Handheld) richten: Handys, PDAs, aber auch digitale Radios, Musik- und Videoplayer.

Bislang wurde im Rahmen eines Versuchsprojektes auf dem leistungsschwächeren Kanal 59 mit 10 Kilowatt vom Alexanderplatz gesendet. Über das Projekt des bmco-Konsortium von Nokia, Vodafone, Philips und Universal hatte teltarif bereits im vergangenen Herbst berichtet.

Wie bei DVB-T kann Berlin-Brandenburg die Entwicklung in anderen deutschen Regionen anstoßen. Eine enge Kooperation mit anderen DVB-H-Projekten ist vorgesehen. "Der frühe Umstieg gibt uns die Chance, bei der Entwicklung neuer Angebote vorn zu sein. Dabei können die Stärken des Mobilfunks, die insbesondere in der Abrechnungsmöglichkeit für neue Nutzungen liegen, mit der Kreativität der Medienunternehmen verbunden werden", sagte der Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), Dr. Hans Hege, zum Sendestart. Gesendet wird vom Schäferberg mit 50 000 Watt, vom Alex mit 20 000 Watt.