Praxistest

Im Fokus: Sharps neuestes UMTS-Handy V902

Hält der multimediale Alleskönner, was er verspricht?
Von Björn Brodersen

So sieht es aus, das neue Flaggschiff von Sharp. Sharps neues Flaggschiff verdient diese Bezeichnung, denn es ist vollgestopft mit tollen Funktionen: Das Triband-Gerät funkt in den GSM-Netzen mit 900, 1 800 und 1 900 MHz, unterstützt den Mobilfunkstandard UMTS und kann für Videotelefonate eingesetzt werden, kann Daten per Bluetooth oder Infrarot auf andere kompatible Geräte übertragen und ist mit einem integrierten Media Player ausgerüstet, mit dem unter anderem heruntergeladene Töne abgespielt werden können.

Prunkstück des multimedialen Alleskönners aber ist die Kamerafunktion: Die kommt nämlich mit einem zweifachen optischen Zoom, einer Fotoauflösung von zwei Megapixel und einem Autofokus daher. Zudem können mit der Videofunktion Clips mit einer Länge von 30 Minuten (bei ausreichender Speicherkapazität und schwächster Bildqualität) aufgenommen werden. In der Branche wurde das Sharp V902 deshalb auch als eine Einsteiger-Digicam begrüßt. Doch hält das Kamerahandy auch, was seine Ausstattung verspricht? Wir haben das gute Stück einem Praxistest unterzogen.

Die Fotofunktionen

Eines ist sicher - Schnappschüsse schießen macht mit dem Sharp V902 mehr Spaß als mit vielen anderen Kamerahandys, denn man hat Möglichkeiten, das Resultat in Grenzen zu beeinflussen. Zum einen gibt es die Zoomfunktion, mit der man - anders als bei einem digitalen Zoom, wovon das V902 einen zehnfachen aufweist - das Motiv wirklich näher ranholen kann. Leider funktioniert die Zommfunktion nicht stufenlos, der Anwender kann also nur zwischen zwei Bildausschnitten wählen. Dann gibt es einen Autofokus, mit dem die Scharfstellung der Bilder manuell über eine Tastenwippe oder auch automatisch vorgenommen werden kann.

Zudem sollen verschiedene Fotoprogramme für passende Belichtungseinstellungen sorgen. Ist das vorhandene Licht allzu spärlich, kann der Handybesitzer auf ein kleines Fotolicht in verschiedenen Farben zurückgreifen; der Einsatz lohnt jedoch nur auf kürzeste Entfernung, da das Licht für größere Entfernungen zu schwach ist. Weitere Fotofunktionen ist ein Selbstauslöser.

Fotografieren im Querformat

Dank eines drehbaren Displays kann das Mobiltelefon zu einer Digitalkamera umgebaut werden, mit der man Bilder im Querformat schießt - so wie bei dem wie ein Taschenmesser aufklappbaren S700i von Sony Ericsson. Das V902 von Sharp wird dazu aufgeklappt, das Display um 180 Grad von innen nach außen geschwenkt und das Gerät wieder zusammengeklappt. Das 240 mal 320 Pixel große Display, das wie beim Z110 von Samsung 262 144 Farben darstellen kann, dient dann beim Fotografieren als Sucher, die Fotofunktionen werden durch weitere Tasten und die Tastenwippe an der Gehäuseseite des Geräts bedient. Leider kan man das Objektiv der Handykamera nicht - wie beim Mitsubishi M430i - hinter einem verschiebbaren Linsenschutz verbergen. So kommen leicht Fingerabdrücke oder andere Schmutzflecken auf die Linse.

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