CeBIT-Auftritt

Vodafone: Im Zeichen von UMTS

Düsseldorfer setzen zur CeBIT auf Videotelefonie und MobileTV
Von Björn Brodersen

Vodafone besitzt einen Vorsprung: Vor den anderen drei deutschen Mobilfunknetzbetreibern T-Mobile, E-Plus und o2 läuteten die Düsseldorfer im vergangenen Weihnachtsgeschäft den Massenmarkt für UMTS ein. Hatte das Unternehmen bis dato nur zwei UMTS-fähige Mobiltelefone im Programm, so gibt es inzwischen mit den Modellen V980 und E1000 von Motorola, dem Sharp V902, dem Sony Ericsson V800, den Z107 und Z110 von Samsung sowie dem Nokia 6630 sieben UMTS-Geräte bei Vodafone. Zusätzlich bietet der zweitgrößte deutsche Mobilfunknetzbetreiber zwei UMTS-Datenkarten für das Laptop an.

Nun allerdings muss Vodafone auch seine Kunden für das UMTS-Angebot begeistern, dazu sind neue attraktive Anwendungen zu bezahlbaren Preisen notwendig. Auf der CeBIT will der Anbieter deshalb ganz auf multimediale Unterhaltung setzen und zeigen, welche für Vorteile UMTS für die Kunden hat. Schwerpunkt der Vorführungen werden Videotelefonie, TV auf dem Handy sowie schnelle Downloads von Musikstücken sein.

Vodafone plant Anrufbeantworter für Videonachrichten

Alle bereits erhältlichen UMTS-Geräte ermöglichen Videotelefonie. Vodafone bietet den Dienst noch bis zum 15. April ohne Aufpreis an, d.h. alle Videogespräche werden zum Preis von normaler Sprachtelefonie abgerechnet. Ab dem 16. April entspricht bei den UMTS-SpezialPaketen und Minutenpaketen eine Minute netzinterne Videotelefonie zwei Minuten Sprachtelefonie. Ansonsten gelten danach Minutenpreise von maximal 80 Cent netzintern und ins deutsche Festnetz. Verbindungen in andere Mobilfunknetze kosten dann maximal 1,20 Euro pro Minute.

Kunden mit Laufzeitverträgen und einem entsprechenden Handy können das Angebot automatisch nutzen, wenn sie sich in einem Gebiet mit ausreichender UMTS-Netzabdeckung befinden, und müssen sich dafür nicht anmelden. Bislang ist aber aufgrund kleiner Kameras und Displays die Bildqualität bei der Videotelefonie eher enttäuschend. Als erster deutscher Netzbetreiber ermöglicht Vodafone auch via UMTS-Roaming die länderübegreifende Videotelefonie, nach eigenen Angaben bereits in 14 Ländern. Aber das Angebot soll nicht nur geografisch, sondern auch hinsichtlich der Funktionen ausgebaut werden: In Vorbereitung sind beispielsweise eine Erweiterung der Anrufbeantworter-Funktion um die Bildkomponente sowie die Verfügbarkeit von Videotelefonie für Nutzer der UMTS-Datenkarten.

Das Highlight unter den aktuellen UMTS-Geräten von Vodafone ist sicherlich das Sharp-Modell, das eine 2-Megapixel-Kamera besitzt. Schon bald sollen die Kunden aber noch mehr Auswahl haben: Die stattliche Zahl von sieben UMTS-Geräten soll im Laufe des Jahres verdoppelt werden, der Trend werde dabei zu größeren Displays gehen. Allerdings müsse man hier Kompromisse wegen der Herstellungskosten für die Geräte eingehen, gibt Jens Kürten, Leiter Externe Kommunikation bei Vodafone, zu bedenken.

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