Was ist das?

Mit "ohne Tasten" - das Nokia 7280 im Test

Fashion-Handy zieht alle Blicke auf sich

Aber nicht nur durch die fehlende Tastatur macht das Triband-Gerät im Retro-Look der "eleganten zwanziger Jahre" auf sich aufmerksam. Wird das Handy nicht aktiv verwendet, schaltet sich das Display nach kurzer Zeit aus und verwandelt sich zu einem Spiegel. Dieser ist allerdings nicht besonders groß, so dass er eher als nettes Gimmick denn als echte Alternative zum großen Spiegel gesehen werden kann. Zum schnellen Kontrollieren, ob die Frisur oder das MakeUp noch okay sind, sollte er aber ausreichen. Aufziehen und Knipsen

Nokia 7280

Die VGA-Kamera des MMS-fähigen Handys hat eine maximale Auflösung von 640 mal 480 Pixel und versteckt sich in der Mitte des Gerätes. Sie kommt erst zum Vorschein, wenn man das Gerät auseinanderzieht - von Nokia als "Quickslide" bezeichnet, durch den im Übrigen auch Gespräche angenommen und beendet werden können. Durch das Aufziehen des Gerätes in horizontaler Richtung bekommt man das Gefühl, eine echte Digitalkamera in den Händen zu halten, denn das Display dient als Sucher, mit dem Navi-Wheel wird die Zoom-Funktion bedient, und mit dem Knopf vom Navi-Wheel wird schließlich das Foto geschossen. Allerdings verfliegt der Gedanke an eine echte Digitalkamera spätestens dann, wenn die Fotos der VGA-Kamera auf einem Monitor betrachtet werden. Die Qualität der Fotos lässt nämlich sehr zu wünschen übrig. Das mag einerseits an der naturgemäß kleinen Kamera-Linse liegen, anderseits aber auch am kleinen Handy-Display, mit dem man nur schlecht erkennen kann, ob die Kamera für das gewählte Motiv wirklich optimal eingestellt ist. So wird der Hobby-Fotograf des Öfteren enttäuscht, wenn er sein vermeintlich gut gelungenes Foto am PC betrachtet.

Das Display mit seiner Auflösung von 208 x 104 Pixeln ist brillant, gut ablesbar und es kann über 65 000 Farben darstellen. Somit können nicht nur Bilder gut betrachtet werden, sondern es ist auch möglich, mit dem integrierten xHTML-Browser per HSCSD, GPRS oder sogar EDGE (E-GPRS) im Internet zu surfen. Allerdings sollten hier nur WAP- oder Web-Seiten angesurft werden, die sich automatisch an die Bildschirmgröße anpassen. Ein Scrollen ist zwar sowohl vertikal als auch horizontal möglich, jedoch nicht gleichzeitig. Die Umstellung des Scrollmodi ist zudem etwas umständlich, was ein Betrachten von großen Internetseiten zu keinem Vergnügen werden lässt. Einfache WAP-Seiten oder auch die PDA-Seiten von teltarif.de können aber gut betrachtet und gelesen werden.

Radio inklusive - leider nur mono

Anschlüsse für Ladekabel, Kopfhörer und Trageriemen Zur Unterhaltung hat das 7280 ein Radio integriert, das allerdings Radiosendungen nur in Mono empfangen kann. Einfache Spiele, wie sie in anderen Nokia-Handys zu finden sind, sucht man beim Nokia 7280 vergeblich. Praktisch ist, dass viele Funktionen nicht wie üblich aus dem Menü heraus gestartet werden müssen, sondern direkt über die "Gehe zu"-Taste neben dem Display aufgerufen werden können. Hier finden sich voreingestellt neben dem Radio auch Funktionen wie Bluetooth, Infrarot, ein Wecker oder verschiedene Profile. Weitere Funktionen wie Kalender, Ruflisten oder die Fotogalerie können ebenfalls über diese Taste erreicht werden, wenn man es wünscht und entsprechend einrichtet.

Im täglichen Gebrauch machte das 7280 einen soliden Eindruck. Der Akku hält lange durch und er ist auch sehr schnell wieder aufgeladen. Nokia gibt hier 240 Stunden Standby-Zeit oder drei Stunden Gesprächszeit an. Das voreingestellte Lautstärkeprofil erscheint etwas zu leise, so dass ein Klingeln trotz 48-stimmiger (Midi-)Klingeltöne und Vibration unter Umständen nicht gehört wird. Auch der Ton im Lautsprecher beim Telefonieren ist sehr leise, kann aber problemlos lauter eingestellt werden.

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