gefährlich

Die Handy-Trends 2005

Unsere Prognose für das neue Jahr

Es dürfte noch ein bis zwei Gerätegenerationen dauern, bis UMTS-Geräte wirklich in allen Parametern (Größe, Gewicht, Akku-Laufzeit, Software-Stabilität) mit reinen GSM-Geräten gleichziehen können. Bis dahin sind die Vorteile nur für spezielle Anwendergruppen sichtbar. Viele Kunden, die bei Vodafone zu Weihnachten ein 1-Euro-UMTS-Handy abgegriffen haben, weil es "modern" und "schick" war, dürften sich in diesem Jahr über ihre Entscheidung ärgern: Den wenigen sichtbaren Vorteilen (etwa Videotelefonie) stehen noch viele Unzulänglichkeiten und hohe monatliche Grundgebühren gegenüber.

Andererseits werden die UTMS-Geräte dieses Jahr immer besser werden, und Vodafone hat viel dafür getan, sich als der führende UMTS-Anbieter in den Köpfen der Verbraucher zu positionieren. Die anderen Netzbetreiber müssen hier hinterher, wenn sie nicht Marktanteile verlieren wollen. Da man mit den unsichtbaren Netzen schlecht werben kann, werden die UMTS-Endgeräte entsprechend oft in der Werbung präsent sein. Dem folgt dann auch mit gewissem zeitlichen Abstand das Verbraucherverhalten.

Handy drin

Immer mehr Geräte und Maschinen haben kleine Funkmodems eingebaut, die wie Handys SMS schicken oder über GPRS Daten austauschen können. Ein Fahrkartenautomat kann so per SMS beispielsweise den Techniker rufen, wenn der Münzspeicher voll oder der Formularvorrat leer ist. Zwar sind Fahrkartenautomaten an Bahnhöfen alles andere als "mobil", und dieselben Funktionen könnten auch über eine normale Telefonleitung abgewickelt werden. Doch deren Installation und Unterhalt würde mehr Kosten, als das Funkmodem und die zugehörige Prepaid-Karte. Die jährliche Mindestaufladung von 10 Euro reicht, um wöchentlich eine SMS zu schicken.

Geräte mit Mobilfunkanschluss werden zunehmend auch Einzug in den Privathaushalt finden. So ist denkbar, dass ein Kühlschrank auf Anforderung des Besitzers eine MMS mit einem Foto des aktuellen Inhalts schickt. Gerade Familienväter könnten so unkompliziert herausfinden, was die Kinder am Nachmittag alles aufgegessen haben, und entsprechenden Ersatz auf dem Heimweg besorgen. Singles fänden vermutlich eher den Ofen praktisch, der sich per SMS starten lässt, so dass die Tiefkühl-Pizza, die man am Morgen schon hineingelegt hat, genau pünktlich fertiggebacken wird. Allerdings ist die Zahlungsbereitschaft der Kunden für solche Gimmicks noch klein.

Anders sieht dieses bei der Sicherheitstechnik aus: Für Alarmanlagen sind SMS oder Anruf-Funktionen bereits standardmäßig verfügbar. Eine MMS-Alarmanlage kann sogar gleich ein Bild mitschicken, wenn der Bewegungsmelder etwas erfasst.

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