Verlagerung

Der Festnetzmarkt in 2005

Unsere Prognose für das neue Jahr

Auch 2005 werden wieder ein oder zwei neue Anbieter für Call by Call hinzukommen. Ebenso könnte die angekündigte Fusion von Freenet und Talkline weitere Nachahmer finden. Ebenso wird es weiterhin Werbeaktionen der bestehenden Anbieter mit besonders günstigen Preisen geben. Und die zugehörigen Preiserhöhungen, wenn die Werbeaktion zu Ende ist, werden auch weiterhin dafür sorgen, dass der Tarifrechner stark frequentiert wird.

Anfang letzten Jahres hatten wir für 2004 einen intensiven Streit um Regulierungsfragen und das neue TKG angekündigt. Das Ringen auf der politischen Bühne geht auch dieses Jahr weiter. Aktuelle Themen sind insbesondere die Telekommunikations-Kundenschutzverordnung (kurz TKV) sowie die Neufestsetzung der IC-Entgelte für Verbindungen von und zu Telekom-Anschlüssen. Die neuen Preise werden ab Februar 2005 gelten.

Wenn die Regulierungsbehörde sich ähnlich verhält, wie bei den früheren Neufestsetzungen, dürften die IC-Entgelte um 10 bis 20 Prozent sinken. Der intensive Wettbewerb der Call-by-Call-Discounter dürfte dann auch zur Folge haben, dass die gesenkten Vorleistungspreise schnell an die Endkunden weitergegeben werden. Allerdings sind die Ersparnisse in absoluten Zahlen klein: 10 Prozent Senkung der Entgelte für "Direct" bzw. "Single Transit" entsprechen einer Ersparnis von gerade mal 0,1 bis 0,2 Cent pro Minute für Call-by-Call-Gespräche. Ein Nutzer, der eine Stunde pro Tag im Ortsnetz oder Fernnetz telefoniert, spart damit ca. zwei bis vier Euro pro Monat.

Anschluss-Alternativen

Immer attraktiver für den Verbraucher werden alternative Anschlüsse. Diese Tendenz wird sich auch 2005 fortsetzen. Das Paket aus ISDN-Anschluss, DSL-Zugang und uneingeschränkter Flatrate kostet bei Arcor und Versatel ca. 40 Euro monatlich. Das ist weniger, als ISDN-Anschluss und DSL-Zugang bei der Deutschen Telekom ohne Flatrate.

Ebenfalls rückt Voice over IP immer weiter in den Mittelpunkt. Diese Technologie kann ihre Kostenvorteile aber vor allem in Kombination mit einem reinen DSL-Anschluss ausspielen. Diesen gibt es aber derzeit nur zu einem vergleichsweise hohen Preis - etwa bei QSC. Zwar würde das so genannte entbündelte Resale den Telekom-Konkurrenten ermöglichen, reine T-DSL-Anschlüsse zu verkaufen. Dieses ist aber im Gesetz erst ab 2008 vorgesehen. Nicht nur der Internet-Verband eco fordert daher ein Vorziehen der Einführung.

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