Super-UMTS

Neues schnelles Netz verbindet Festnetz und Mobilfunk

Auf der Isle of Man wird die Telekommunikation der Zukunft erprobt
Von Marie-Anne Winter

Die Bewohner der Isle of Man waren die ersten Europäer, die per UMTS telefonieren konnten. Nun werden sie auch die ersten sein, die in einem neuen, kombinierten Mobil-Festnetz telefonieren können. Wie Lucent Technologies gestern mitteilte, wird das Unternehmen gemeinsam mit dem britischen Mobilfunkdienstleister mmo2 [Link entfernt] ein neues Telekommunikationsnetz auf der Insel vor der Küste Schottlands erproben. Die bisherige UMTS-Technologie soll noch viel schneller und zugleich mit dem Festnetz verknüpft werden.

In der Mitteilung von Lucent hieß es, dass für die mmo2-Tochter Manx Telecom auf der Isle of Man ein Netz aufgebaut werden soll, dass Datenübertragungsraten von 3,6 Megabit pro Sekunde ermöglicht - sowohl auf Handys als auch auf Festnetzanschlüssen. Das neue Netz umfasst sowohl HSDPA, als auch die Lucent-Technologie IMS (IP-Multimedia-Subsystem). IMS basiert auf dem Internet-Protokoll, den Kunden werden damit VoIP-Dienste sowohl im Festnetz, als auch im Mobilfunk zur Verfügung stehen.

Laut Lucent ist die derzeitige Höchstgeschwindigkeit von 3,6 Megabit pro Sekunde durch die derzeitigen Mobilgeräte vorgegeben - später sollen in dem Netz sogar Datenraten von 14,4 Megabit pro Sekunde möglich sein. Damit könne man den Kunden künftig ganz neue Multimedia-Anwendungen zur Verfügung stellen.

Ab dem nächsten Sommer sollen die Kunden von Manx Telecom beispielsweise Filme in DVD-Qualiät downloaden oder in ansprechender Qualität Videotelefonieren können. Geschäftskunden wiederum können ihren Mitarbeitern mobilen Highspeed-Zugang zu allen Geschäftsdaten und -anwendungen ermöglichen. Über die Kosten für das neue Netz von Manx Telecom wurden bisher keine Angaben gemacht.