Naherkennung

Nokia testet Fahrkartenverkauf per RFID in Deutschland

Neue Hülle macht einfachen Ticketverkauf möglich
Von Thorsten Neuhetzki

Anfang kommenden Jahres will Nokia zusammen mit Philips den Ticketverkauf per RFID erproben. Den Versuch starten die Anbieter im Rhein-Main Verkehrsverbund (RMV). Es wird dann möglich sein, mittels RFID-tauglichen Handy Fahrkarten zu lösen, ohne die Geldbörse zu zücken. Es wird reichen, das Handy vor den installierten RFID-Sensor zu halten.

Getestet werden soll im Rhein-Main-Gebiet zunächst nur in der Stadt Hanau mit dem Nokia 3220, für dass der finnische Handyhersteller eine Spezialtasche entwickelt hat. Hält der Fahrgaste sein mit dieser Tasche ausgerüstetes Handy vor den Sensor, wird die Karte gekauft und auf eine in der Hülle untergebrachte SmartCard gespeichert.

Die Hülle, von Nokia als NFC Shell bezeichnet, kann aber noch mehr als Tickets kaufen. Sie verfügt über vier RFID-Tags auf der Außenseite. Sie funken im 13,56 MHz-Bereich und erreichen eine Datenrate von bis zu 424 kBit/s im Abstand von einigen Zentimetern. Mit dieser Übertragungsgeschwindigkeit wäre sogar die Übertragung von Audiodateien oder ähnlichem möglich.