Erschlossen

PURtel bietet VoIP-Nummern aus 5 200 Ortsnetzen an

Kosten für die Bereitstellung liegen bei bis zu 99 Euro
Von Thorsten Neuhetzki

Als erster Internettelefonie-Anbieter bietet PURtel allen Telefonie-Teilnehmern die Möglichkeit, eine geografische Ortsnetz-Rufnummer seines Heimatortes zu erhalten. Die Kunden können aus mehr als 5 200 Ortsvorwahlen auswählen und erreicht werden. Bislang deckten VoIP-Provider in der Regel lediglich Großstädte wie Hamburg, München oder Berlin ab. Nun kommt die Festnetzerreichbarkeit auch in Orte wie Buxtehude, Dinslaken oder Zeulenroda.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hatte zum 15. Oktober verfügt, dass VoIP-Provider geographische Rufnummern nur noch an ortsansässige Kunden vergeben dürfen. Diese Verfügung hatte zur Folge, dass bisherige Angebote einen Großteil der Menschen ausschloss und somit für viele Kunden VoIP uninteressant war, da die Erreichbarkeit des Anschlusses aus dem Festnetz oder vom Handy nicht mehr gewährleistet wurde. Einige Anbieter wichen auf die 0180-Gasse aus, die für die Anrufer aber entsprechend mehr kostet. Die RegTP schlägt als Alternative die Gasse 032 vor, bei der die ersten Zuteilungen zu Beginn des neuen Jahres erfolgen sollen.

Andere VoIP-Provider können Kunde werden

PURtel stellt seine Anbindungen allen anderen VoIP-Providern, Resellern, Händlern und Gewerbetreibenden zur Verfügung. Der Anbieter erwartet, durch diese Systemumstellung der RegTP in einem neuen Anhörungsverfahren Impulse für eine Neuregulierung der Rufnummernvergabe für Internet-Telefonanbieter zu geben.

Für die Bereitstellung berechnet PURtel seinen Kunden jedoch einmalig ein Entgelt. Dieses richtet sich in der Höhe nach der Anzahl der Kunden, die in dem betroffenen Ortsnetz eine Rufnummer bestellen. Das bedeutet, dass sich bei 50 PURtel-Kunden ein Preis von 1,99 Euro pro Rufnummer ergibt. Ist man jedoch in seinem Ortsnetz alleine, wird es teuer. Für das Entgelt von 99 Euro bekommt der Kunde aber immerhin zehn Rufnummern. Finden sich zwei Kunden, so werden für jeden 49,50 Euro fällig, bei zehn Bestellern zahlt jeder 9,90 Euro. Kunden, die nicht gewillt sind, denn hohen Preis zu zahlen, können sich auf eine Warteliste [Link entfernt] setzen lassen und warten bis es genug Kunden im entsprechenden Ortsnetz gibt.