Hintergrund

Digital, analog, DSL: Tipps für die Wahl der richtigen Telefonanlage

Experten raten, sich vorm Kauf gut zu informieren
Von dpa / Thorsten Neuhetzki

Mittlerweile vermitteln die Anlagen auch Breitbandnutzern den Weg ins Internet: Einige Modelle haben einen DSL-Router oder sogar ein DSL-Modem integriert. Bei modernen Systemen läuft dabei die komplette Kommunikation kabellos ab: Dank WLAN oder Bluetooth werden Computer und Fax über Funk angesteuert. Bei Telefon-Nebenstellen mit schnurlosen DECT-Modellen fällt das Kabel ebenfalls weg.

Allerdings sollten Kunden bei WLAN-Produkten darauf achten, dass diese dem aktuellen Funk-Standard entsprechen, rät Händler Beer. Einige Geräte nutzten ältere Standards und ließen sich nicht aufrüsten. Bei integrierten DSL-Routern sei zudem zu prüfen, ob sie auch für spezielle Anwendungen wie Online-Spiele gerüstet sind.

Auch VoIP wird schon von Anlagen unterstützt

Für Fans von Zukunftstechnologien gibt es bereits Anlagen, die Internettelefonie unterstützen. Als Beispiel wäre hier die FRITZ! Box Fon zu nennen. Das "Voice over IP"-Verfahren, kurz VoIP, wird in den kommenden Jahren das Telefonieren billiger machen. Derzeit ist diese Technik, für die man einem Internet-Breitbandanschluss benötigt, aber nur als Ergänzung zum normalen Telefonanschluss zu gebrauchen.

Wer Telefonkosten sparen will, sollte darauf achten, dass sich in der Anlage Billigvorwahlen für Nah- und Ferngespräche speichern lassen. Idealerweise sollte ein integrierter Tarifmanager die Vorwahlen automatisch aktualisieren. Sinnvoll seien auch ein vorinstallierter Dialerschutz sowie eine Firewall in der Anlage, um sich vor Gebührenbetrug und Gefahren aus dem Internet zu schützen.

Die Installation der Anlage können Anwender mit Hilfe eines PC-Programms der T-Com selber erledigen oder sich für rund 100 Euro von einem Fachmann helfen lassen, sagt T-Com-Sprecher Genz. Nach dem Anschließen der Geräte müssen Kunden vor allem bei der Rufnummernvergabe aufpassen - schließlich gilt es, vor lauter Durchwahlnummern nicht den Durchblick zu verlieren.

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